Fussball

Daniele Romano und sein ungewisser Leidensweg

© Ruedi Burkart

Das 20-jährige Talent, derzeit vom FC Aarau an Wohlen ausgeliehen, fällt mit einer Schulterverletzung aus. Möglicherweise darf er bald wieder ins Trainnig einsteigen, sicher ist dies aber noch lange nicht.

«Nein, halt, so nicht. Fotografier mich bitte von der anderen Seite.» Daniele Romano steht beim Nebenplatz des Niedermatten-Stadions und dreht den Kopf zuerst nach rechts, dann nach links. Auf dem Rasen rennen seine Kollegen nach Anweisung von Chef Sforza. Romano stellt sich wieder in Pose für den Fotografen, diesmal von der anderen Seite. «So ists besser.» Mit den Bildern ist er einigermassen zufrieden. Grund für Romanos Zögern: Jüngst wurden ihm zwei Weisheitszähne herausoperiert . . .

Zwei Spiele, dann der Crash

Für den talentierten offensiven Mittelfeldspieler kam es nach seiner leihweisen Rückkehr von Aarau zum FC Wohlen in die Challenge League knüppeldick. Gerade mal zwei Partien konnte er für die Freiämter absolvieren, da stattete ihm die Verletzungshexe einen schmerzhaften Besuch ab. Am 20. Februar zog sich Romano im Training einen Schlüsselbeinbruch zu.

In einem Dutzend-Zweikampf mit Verteidiger Rexhep Thaqi fiel Romano dermassen unglücklich auf die Schulter, dass das Schlüsselbein brach. «Und zwar gleich richtig», so der Pechvogel. Will heissen, dass Band und Knochen förmlich gesprengt wurden. «Die Schmerzen waren höllisch», erinnert sich der Pechvogel mit einem Schaudern an den Unfall. Mit Schmerzmitteln vollgepumpt lag Romano drei Tage im Spital Baden. Wieder zuhause (er wohnt noch bei seinen Eltern in Wohlen), begann er mit Physiotherapie.

«Ich mache einiges, um mich in nächster Zeit wieder nahtlos in die Mannschaft einfügen zu können», so Romano kämpferisch. Joggen, Physiotherapie, Velofahren oder auch Fitnesstraining. «Ich lasse keine Möglichkeit unversucht, um möglichst schnell zurückzukehren. Ich bin ein zielorientierter, ehrgeiziger Mensch.» Er sei auch keiner, der an temporären Rückschlägen verzweifelt, «sondern einer, der das vermeintliche Pech als neue Chance wahrnimmt, wieder durchzustarten.»

«Nichts ist planbar»

Zum Schluss lässt Romano seinen Blick nochmals über den Nebenplatz schweifen. Seine Kollegen haben ihre Einheiten mittlerweile beendet und schlendern über den Platz in Richtung Kabine. Romano blickt ihnen hinterher. «Am 8. April habe ich meinen nächsten Arzttermin. Wenn der positiv ausfällt, kann ich am selben wieder ins Training einsteigen.» Und wenn nicht? Romano zögert. Schliesslich sagt er: «Weisst du, im Fussball ist nichts planbar. Da kann immer wieder etwas dazwischen kommen.» Durchaus möglich, dass der Pechvogel (sein Vertrag beim FC Aarau läuft bis 2015) diese Saison keine Minute mehr in der Challenge League spielen wird.

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