Auf dem Grossfeld sind die Kleinfeldunihockeyaner von Spreitenbacher immer Aussenseiter – doch schon mehrfach konnte in der 1. Runde dank technischer Überlegenheit für eine Überraschung gesorgt werden. Nicht so in diesem Jahr. Trotz Ballbesitz von über 70% und einer klaren nummerischen Überlegenheit (der Gegner spielte nur mit 10 Mann) – Spreiti gelang nicht ein einziges Tor. Eine Enttäuschung. Aber immerhin: Die Spreitenbacher kämpften bis zum Schluss, hatten, v.a. Ende erstes, Anfang zweites Drittel, viele Chancen. Nur leider scheiterte man immer am gegnerischen Schlussmann, am eigenen Unvermögen oder dann am Aluminium. Mutschellen auf der anderen Seite zeigte sich unheimlich effizient. Sie überliessen dem Heimteam bewusst das Spieldiktat, machten die Räume geschickt eng und konzentrierten sich aufs Kontern. So kamen sie mit relativ wenig Aufwand zu einem 6:0-Erfolg und stehen im 1/64-Final. Kleiner Wermutstropfen war die Verletzung eines Spielers, der sich möglicherweise die Achillessehne riss, wie Spreitis Teamarzt, der den Spieler ins Spital schicken liess, bekannt gab. Gute Besserung an dieser Stelle! Spreiti ist also leider ausgeschieden – im nächsten Jahr wird man den nächsten Anlauf nehmen. Positiv war der kämpferische Einsatz und dass es nach anfänglicher Zurückhaltung auch gelang, Präsenz im gegnerischen Drittel zu markieren, sodass der Gegner mit dem einen oder anderen blauen Flecken nach Hause reiste. Doch wer keine Tore schiesst, kann halt selten gewinnen…

Von der einen Phrase gleich zur nächsten: Am Ende zählt das Resultat. Und dieses war am darauffolgenden Tag im Ligacup – erwartungsgemäss – positiv. Spreiti, das zum ersten Mal seit einer Ewigkeit in der 1. Runde kein Freilos erhielt, spielte auswärts beim 5. Ligisten Waldenburg Eagles. Etwas erschöpft von der Partie am Vortrag und mit vier komplett neu zusammengewürfelten Blöcken mit teilweise auch Spielern aus der 2. und 3. Mannschaft hatten die 1.-Liga-Aufsteiger fast das ganze Spiel über Mühe, den Rhythmus zu finden. Es war ein glanzloser Auftritt. Auf eine gelungene Aktion (die meistens ein Tor bedeuteten) folgte zu oft wieder eine Unkonzentriertheit. 10:4 stand es zur zweiten Pause, wobei bei einer etwas besseren Leistung etwa doppelt so viele Tore drin gelegen wären. Es gilt aber anzumerken, dass der Gegner im kämpferischen Bereich bestens dagegenhielt und auf einen starken Torwart zählen konnte (wie Spreiti übrigens auch). Im letzten Drittel gelang den Eagles zuerst noch eine kleine Aufholjagd zum 10:6. Doch danach ging dem Unterklassigen das Benzin aus. Die Eagles waren stehend k.o. Spreiti spulte sein Programm herunter und schoss noch sechs weitere Tore. 16:6 hiess es am Schluss: Pflicht erfüllt, mehr nicht. Jetzt beginnt das Sommertraining – damit die Jungs dann bereit sind für ihre allererste Saison in der 1. Liga!

Für Spreiti im Einsatz standen…

Am Samstag im CH-Cup (0:6):
Tor: Reto Putzi, Reto Zeindler
Verteidigung: Daniel Weber, Dominic Irniger, Marco Grubenmann, Mischu Marti, Mike Ducret, Daniel Kolb (Captain)
Sturm: Michael Hürlimann, Renato Nüesch, Pascal Meier, Pascal Schori, Roger Schori, Cedric Heer, Michael Humbel, Marco Biasca, Roman Geissmann, Conor Ganz, Christian Wyss, Lukas Zweifel

Am Sonntag im Ligacup (16:6):
Tor: Reto Zeindler, Mese Heymann
Feld: Daniel Weber, Michael Humbel, Michael Hürlimann, Renato Nüesch (Captain), Cedric Heer, Mischu Marti, Roman Geissmann, Pascal Schori, Marco Biasca, Romano Nüesch, Christian Wyss, Andreas Füglister, Reto Putzi