Der FC Aarau erhält endlich Geld von Christian Constantin – beziehungsweise seinem Verein – FC Sion: 30'571 Franken flattern schon bald auf das Bankkonto des FC Aarau.

Rückblick: Im März dieses Jahres trifft der FC Aarau auswärts im Cup-Viertelfinal auf den FC Sion. Das Spiel geht nach einer ansprechenden Leistung 1:2 verloren, der FCA scheidet aus dem Schweizer Cup (wir berichteten).

Und auch neben dem Platz schien der FCA das Spiel verloren zu haben: Normalerweise werden nach einem Cupspiel die Gewinne halbiert. Der Schlüssel dafür ist klar: Einnahmen minus Ausgaben werden durch zwei geteilt. Jeder Klub erhält also die Hälfte des Gewinns.

Die Führungscrew des FC Aarau ging davon aus, dass nach der Abrechnung rund 50 000 Franken in die Klubkasse fliessen werden. Doch Constantin winkte schon bald ab und meinte: Welchen Gewinn? Man habe im Cup-Viertelfinal nichts verdient. Und deshalb gebe es für den FCA nichts zu holen.

Der FCA beschwerte sich daraufhin beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) – schliesslich sei doch mit einer offiziellen Zuschauerzahl von 6800 Fans ein Gewinn einzufahren. Doch die Walliser sprachen stets von 2225 Zuschauern.

Nun sprach der Verband ein Urteil im monatelangen Knatsch um Geld: Der FC Sion muss dem FC Aarau 30'571 Franken überweisen.

Der Zentralvorstand des SFV kommt zum Schluss, dass die Abrechnung vonseiten des FC Aarau zu Recht beanstandet wurde. Der FC Sion stellte in einer mangelhaften Abrechnung den Einnahmen von 86'000 Franken, Ausgaben von 93'000 Franken gegenüber.

Der SFV stellt jedoch fest, dass den Einnahmen von 139'119 Franken, Ausgaben in der Höhe von 82'476 Franken gegenüber zu stellen sind.

Es resultierte also ein deutlicher Gewinn, weshalb dem Gastteam nach Einbezug der Reisespesen der Betrag von 30'571 Franken, zuzüglich Verzugszinsen zusteht (alle Beträge gerundet). Der FC Sion muss zudem die Verfahrenskosten von 2’500 Franken übernehmen.

Beim Verband heisst es, dass die Walliser zu diesem Urteil keine Beschwerde einreichen können und der Entscheid endgültig sei. (sha/ruku)