Fussball
Cup-Highlight: FC Aarau will St. Gallen die Stirn bieten

Weiler gegen Saibene, Challenge League gegen Super League, David gegen Goliath. Der Auftakt ins Fussballjahr könnte für den FC Aarau nicht spektakulärer sein. Nachfolgend vier Gründe, weshalb sich ein Besuch im Brügglifeld (Spielbeginn, 14.30) lohnt.

Ruedi Kuhn
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Die Fans im Rücken: Auf Silvan Widmer (l.) und Sandro Burki wartet eine grosse Kulisse. Alexander Wagner

Die Fans im Rücken: Auf Silvan Widmer (l.) und Sandro Burki wartet eine grosse Kulisse. Alexander Wagner

René Weiler spricht von einer besonderen Affiche. Der Trainer des FC Aarau sagt: «Dieses Spiel ist ein Highlight. Ich hoffe, dass 5000 bis 6000 Zuschauer ins Brügglifeld kommen werden.»

Jeff Saibene ist die Vorfreude auf das Cupspektakel ins Gesicht geschrieben. Der Trainer des FC St. Gallen stapelt allerdings tief, will trotz des Klassenunterschieds nichts von einer Favoritenrolle wissen und sagt: «Das ist eine heisse Partie mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Für Hochspannung ist gesorgt.»

Nachfolgend vier Gründe, warum sich vor allem Aargauer und Ostschweizer Fussballfans dieses Spiel nicht entgehen lassen sollten:

Schlagerspiel. Eine Schlagzeile des Duells Aarau gegen St. Gallen lautet: Aufstiegskandidat gegen Überflieger. Wegen der schwierigen Terrainverhältnisse dürfte es zwischen dem Leader der Challenge League und dem Spitzenklub der höchsten Spielklasse zu einem Abnützungskampf kommen.

Mit mehr Rasse als Klasse. Verlockend für beide Mannschaften ist die Auslosung der Partien für die Viertelfinals. Der Sieger trifft am Mittwoch, 27. Februar, auf GC und hat Heimvorteil.

Emotionen. Mit Weiler, Davide Callà, Juan Pablo Garat, Jiri Koubsky und David Marazzi haben fünf Aarauer eine St. Galler Vergangenheit. Mit Saibene, Daniel Tarone, Kristian Nushi und Mario Mutsch spielten vier St. Galler einst für den FCA. Halten die Nerven? Werden während der 90 oder gar 120 Minuten offene Rechnungen beglichen?

Premiere. Mit dem bald 29-jährigen Mittelfeldspieler Sven Lüscher hat der FC Aarau einen Transfercoup gelandet. Zwar wird die Neuerwerbung gegen St. Gallen nicht zur Startformation zählen, aber ein Teileinsatz liegt allemal drin. Lüscher wurde vom FC Winterthur nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu Aarau in den Nachwuchs verbannt.

Lüscher ist enttäuscht von den Zürchern und sagt: «Ich habe während viereinhalb Jahren für Winterthur alles gegeben. Und dann werde ich einfach fallen gelassen. Nun schaue ich aber vorwärts und will mit Aarau Erfolge feiern.» Ein Detail am Rande: Lüscher wird in den Meisterschaftsspielen gegen Winterthur fehlen. Das ist vertraglich so vereinbart.

Revanchegelüste. Der FC Aarau hat gegen St. Gallen eine Cuprechnung offen. Nach der bitteren Niederlage im Oktober 2008 in der AFG-Arena im Oktober 2008 kommt es zur Revanche. Damals verlor der FCA mit Cheftrainer Ryszard Komornicki und Assistent Saibene gegen die Ostschweizer mit 0:2.

Dies, nachdem der Mannschaftscar der Aarauer nach Fan-Ausschreitungen und Schlägereien mit zahlreichen verletzten Personen erst eine gute halbe Stunde vor dem Anpfiff ins Stadion fahren konnte.

Die Tumulte heizten die Rivalität der Fangruppen beider Vereine zusätzlich an. Stellt sich die Frage, ob die Post heute nicht nur auf sondern auch neben dem Spielfeld abgehen wird. Gefordert sind also nicht nur Spieler und Fans sondern auch die vielen Gesetzeshüter.

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