Pferdesport

County Fun triumphiert im Schachen nach Eklat

Ein turbulenter Grosser Preis der Schweiz in Aarau endet mit französischem Sieg. Es gewabb Jonathan Plouganou auf County Fun. Das französische Duo profitierte davon, dass die Favoriten sich regelrecht verritten.

Der Grosse Preis der Schweiz begann mit einem Eklat. Offenbar hatten die Jockeys der Spitzenpferde den Plan des Parcours schlecht studiert, denn Princechouar und Urve de Bruère schlugen kurz nach dem Start eine falsche Bahn ein und der Rest galoppierte den beiden hintennach.

Philipp Schärer auf Urve de Bruère bemerkte den Irrtum als Erster, schaffte es mit einiger Mühe sein Pferd anzuhalten und umzukehren. Die anderen Jockeys reagierten in der Folge ebenfalls und folgten Urve de Bruère und Philipp Schärer, lagen aber teilweise weit zurück. Nach einem knappen Viertel der Distanz realisierte der Spitzenreiter, aufgrund einer geschwenkten Fahne, denn die Sirene war kaum zu hören, dass die Rennleitung aufgrund der gefährlichen Situation den Abbruch verfügt hatte.

County Fun schlägt den Favoriten

Eine Viertelstunde mussten sich die 9500 Zuschauer gedulden, dann wurde der mit 50 000 Franken dotierte Grosse Preis erneut gestartet. Nicht mehr dabei war Urve de Bruère. Der mit vier Jahren Jüngste des Feldes wurde angesichts der bereits verpufften Energie von seiner Umgebung zurückgezogen. Princechouar führte auch beim zweiten Versuch in der Anfangsphase, wurde aber bald von Youngstown abgelöst. Nachdem dieser auch beim zweiten Versuch einen falschen Weg einschlug, erbte die französische Stute County Fun die Spitzenposition.

Ende Gegenseite, als County Fun nach dem zweitletzten Sprung kurz Mühe bekundete, attackierte Silvia Casanova mit Oh Calin, der mit zwei, drei Längen Vorsprung auf die Zielgerade einbog. Doch die von Jonathan Plouganou angetriebene County Fun verfügte über die besseren Reserven. Kurz vor dem Ziel passierte sie Oh Calin. Einige Längen dahinter vervollständigte die ebenfalls aus Frankreich angereiste Stute Lovely Kiss die Dreierwette. Auf den Rängen vier und fünf folgten der in der Schweiz trainierte Princechouar und der Deutsche Alanco.

Lob des Sieger-Jockeys

Jonathan Plouganou, der Jockey der Siegerin, lobte nach dem Rennen County Fun: «Sie ist sehr angenehm zu reiten, technisch versiert, springt gut und kann so unterwegs Kräfte sparen.» Auch nach dem kleinen Nicker, der ihr nach dem zweitletzten Hindernis unterlief, glaubte Plouganou weiterhin an den Sieg seiner Stute. Der 25-Jährige stammt aus Mont-de-Marsan im Südwesten Frankreichs, wo sein Vater einen Trainingsstall betreibt. Er hat keinen festen Jockey-Vertrag mit einem Trainer, sondern arbeitet als Freelancer. Mit Erfolg, denn in seiner Heimat hat er bereits über 300 Rennen gewonnen.

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