Apropos

Constantin hat einen Tipp für Aaraus Ponte

FCA-Sportchef Raimondo Ponte soll diese Tage mal ins Wallis funken - CC soll einen interessanten Spieler für die Brügglifelder auf Lager haben.

FCA-Sportchef Raimondo Ponte soll diese Tage mal ins Wallis funken - CC soll einen interessanten Spieler für die Brügglifelder auf Lager haben.

Interviewtermin mit Christian Constantin: Der Präsident des FC Sion empfängt mich in seinem Büro in Martigny mit einem Lächeln. Die erste Frage stellt er selbst: «Na, Rudi, wie geht es dem FC Aarau?» Was um Gottes willen soll ich darauf antworten?

Bei der Beanwortung von CCs Frage entscheide ich mich für die Wahrheit. «Schlecht geht es dem FC Aarau», entgegne ich. «Zu wenig Punkte, zu wenig Tore und keine brauchbaren Stürmer!»

Constantin hört aufmerksam zu. «Na ja», sagt er. «Mit dem neuen Sportchef Raimondo Ponte sollte es jetzt wieder aufwärtsgehen.» Nette Worte. Und Constantin muss es eigentlich wissen. Schliesslich war Ponte vom 11. Februar bis 30. Juni 2014 Trainer der Walliser und bewahrte sie vor dem Abstieg in die Challenge League. Constantin überlegt und überlegt. Es macht den Anschein, als wollte er dem FC Aarau helfen.

«Rudi», fügt er hinzu, «sag Raimondo einen schönen Gruss von mir. Er soll mich in den nächsten Tagen mal anrufen. Ich hätte da vielleicht einen interessanten Spieler für ihn, mit dem er sich in Sion gut verstanden hat und der unter seiner Führung so richtig aufgeblüht ist.» Hoppla! Wer ist dieser Spieler? Eigentlich kommt nur Mittelstürmer Leo Itaperuna infrage. Der 26-jährige Brasilianer legte seine Lade- hemmung unter der Führung von Ponte ab und schoss ein Tor nach dem andern.

Natürlich interessierte sich Constantin auch für Michael Perrier und Steven Deana, die unlängst von Sion zum FC Aarau wechselten. Bezüglich Perrier gibt es eine nette Geschichte: Nachdem es zwischen dem FC Aarau und Sion wegen der Einnahmen des Cupviertelfinals der vergangenen Saison zu Unstimmigkeiten gekommen war, verknurrte der Schweizerische Fussballverband die Walliser zu einer Zahlung von 30 571 Franken. Natürlich war der FC Aarau stolz auf diesen «Sieg am grünen Tisch». Constantin allerdings reagierte cool. «Kein Problem», erklärte er. «Diesen Betrag verrechnen wir mit der Ablösesumme von 80 000 Franken für Perrier.»

So blieben unter dem Strich 50 000 Franken für Sion. Und? Ist dieses Geld aus Aarau eingetroffen? Constantin griff zum Handy, rief die Buchhaltung an – und kurze Zeit später war klar: Die 50 000 aus Aarau sind eingetroffen. Am 15. Oktober, um genau zu sein.

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