Fussball
Co-Trainer Francesco Gabriele reitet mit dem FC Thun auf einer Erfolgswelle

Der Assistenzcoach fühlt sich bei seinem neuen Verein pudelwohl. Für Gabriele ist ein weiterer Schritt in seiner Trainerlaufbahn: Zuvor lernte der 36-Jährige im Team Aargau, beim FC Baden und bei der AC Bellinzona alle Facetten des Fussballs kennen.

Ruedi Kuhn
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Francesco Gabriele (rechts) mag die offene Art von Cheftrainer Urs Fischer (Mitte).

Francesco Gabriele (rechts) mag die offene Art von Cheftrainer Urs Fischer (Mitte).

Peter Schneider/Keystone

Was sagt Francesco Gabriele zum Märchen des FC Thun? Der Assistenzcoach des FC Thun wundert sich über die Frage und sagt: «Märchen? Das ist kein Märchen. Der FC Thun hat eine klare Philosophie. Er ist ein ehrlicher, seriöser und nachhaltiger Arbeiterklub. Ich kann mich mit diesem Verein voll und ganz identifizieren.»

Gabriele fühlt sich bei seinem neuen Verein pudelwohl. Die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Urs Fischer klappt hervorragend. «Ich lernte Urs während einer vierwöchigen Trainierausbildung im Mai und Juni 2011 beim FC Zürich kennen», blickt der 36-Jährige zurück. «Wir haben uns von Beginn an gut verstanden. Ich mag seine offene, direkte und ehrliche Art.»

Gabrieles Anstellung bei Thun auf diese Saison hin wurde wegen Veränderungen im Umfeld der ersten Mannschaft und vom Nachwuchs möglich. Der frühere Assistent Mauro Lustrinelli absolviert momentan die Ausbildung zum Trainer-A-Diplom.

Um Praxis sammeln zu können, übernahm der frühere Mittelstürmer und Goalgetter die U21-Auswahl. Gabriele bekam nach einem Gespräch mit Thuns Sportchef Andres Gerber die frei werdende Stelle als Assistent.

«Nach dem Abgang bei Bellinzona war ich offen für viele Projekte», blickt Gabriele zurück. «Der FC Thun ist ein weiterer Schritt in meiner Trainerlaufbahn. Ich kann mich weiterentwickeln und sehe das Ganze als Lernprozess.»

Als Trainer lernte Gabriele während der Tätigkeiten im Team Aargau, beim FC Baden und zuletzt bei der AC Bellinzona alle Facetten des Fussballs kennen. Im Team Aargau hatte er es in erster Linie mit Talenten zu tun und leistete Aufbauarbeit.

Den FC Baden führte er mit Offensivfussball an die Schwelle zur 1. Liga Promotion. Und beim früheren Challenge-League-Klub aus dem Tessin legte er in der vergangenen Saison eine eindrucksvolle Serie mit acht Siegen in elf Spielen hin.

Die Enttäuschung Gabrieles war umso grösser, als er nach der Vorrunde nicht mehr erwünscht war und von Martin Andermatt ersetzt wurde.

Nun startet Gabriele mit den Berner Oberländern durch. Nach dem Cupspiel am Freitag beim Challenge-League-Klub Locarno beginnt am Donnerstag, 19. September, das kleine Abenteuer in der Gruppenphase der Europa League: Dabei treffen die Thuner in der heimischen Arena auf Rapid Wien und sind auf dem Kunstrasen durchaus in der Lage, den Traditionsverein aus Österreich zu besiegen.

Weitere Gegner sind Genk und Kiew. «Für Thun haben Meisterschaft und Cup Priorität», erklärt Gabriele. «Die sechs internationalen Spiele sind eine besondere Herausforderung. Eines steht fest: Wer Partizan Belgrad ausschaltet, der ist auch in einer Gruppe mit Rapid Wien, Genk und Kiew nicht chancenlos.»

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