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Ciriaco Sforza: «Ich verdanke dem FC Wohlen enorm viel»

Türe auf für ein neues Kapitel. Ciriaco Sforza gab gestern Vormittag seinen Einstand beim FC Wohlen.

Türe auf für ein neues Kapitel. Ciriaco Sforza gab gestern Vormittag seinen Einstand beim FC Wohlen.

Bei ungemütlichen Temperaturen und Dauerregen nahmen die Freiämter am Samstag die Mission Ligaerhalt in der Challenge League in Angriff. Mit dabei war auch der neue Teamchef Ciriaco Sforza. Er machte sich erstmals ein Bild der Mannschaft.

Im Sommer 1986 absolvierte Ciriaco Sforza seine letzte Partie im Dress des FC Wohlen, der zu jener Zeit um den Aufstieg in die 1. Liga spielte. Der damals 15-Jährige wechselte danach zu den Grasshoppers und lancierte seine beispiellose Profikarriere. Gestern nun stand der mittlerweile 43-jährige ehemalige Nationalspieler erstmals wieder im Einsatz für die 1. Mannschaft seines Stammklubs. Als Team-Chef soll Sforza neuen Schwung und frischen Wind in die Reihen des Challenge-League-Vereins bringen. «Ich gebe dem FC Wohlen gerne etwas zurück», so Sforza, «ich verdanke diesem Verein enorm viel.» Wenn er helfen könne, die Ziele zu erreichen, dann ziehe er gerne mit.

«Das Team hat Potenzial»

Sforza sah sich die erste Trainingseinheit im neuen Jahr bei garstigem Wetter auf dem Nebenplatz des Stadions Niedermatten vornehmlich alleine an. Er wollte sich erst einmal ein Bild von jener Mannschaft machen, die in der Meisterschaft mit zwei Punkten Rückstand auf den Strich am Tabellenende klebt. Nach der rund 90-minütigen Einheit zog Sforza ein erstes Fazit: «Das Team hat Potenzial.» Nun gehe es darum, den Spielern dies klarzumachen. «Sie müssen wissen, dass sie stark sind. Sie können ihre Ziele erreichen», sprachs und verschwand im wohlig warmen Kabinengang. Zur Analyse mit Trainer David Sesa.

FC Wohlen - Hoffnungsträger Sforza spricht

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Und was folgt im Sommer?

Laut Vereinspräsident Andy Wyder hat man sich mit Sforza mündlich darauf geeinigt, dass der Ex-Internationale bis Ende Saison das Trainergespann Sesa/Romano unterstützt – und zwar unentgeltlich. Und was folgt im Sommer, Ciriaco Sforza? «Was in vier Monaten ist, kann man jetzt natürlich noch nicht sagen.» Aber klar scheint, dass der ehemalige Trainer des FC Luzern und der Grasshoppers wieder bereit für eine neue Herausforderung an der Seitenlinie ist. Das sei er bisher nicht gewesen, und darum habe er auch keine neue Mannschaft übernommen. Obwohl es Angebote aus dem Ausland gegeben habe. «Es passte einfach nicht.» Ab der neuen Saison will Sforza aber wieder als Trainer arbeiten. Apropos: Sforza betonte gestern ausdrücklich, «dass David Sesa Wohlens Trainer ist». Er werde sich mit seinem früheren Nationalmannschaftskollegen und dessen Assistenten Romano austauschen. Aber solche Gespräche fänden unter vier respektive sechs Augen statt.

Box 21 Mann im Training

18 Feldspieler und die drei Torhüter Tahiraj, Kiassumbua und Benito begrüsste FCW-Trainer David Sesa zum ersten Training. Nicht mit dabei war Guto, der noch in Brasilien weilt. Gute Kunde gibt es vom langzeitverletzten Yannik Agro: Der Franzose sollte in den nächsten drei Wochen erstmals wieder mit dem Team trainieren können. Mit dem Krienser Rexhep Thaqi stellte sich ein potenzieller neuer Akteur vor. Am kommenden Samstag steht in Thun um 16 Uhr ein Testspiel auf dem Programm. (rubu.)

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