«Dieser Sport macht mir immer noch unglaublich viel Spass», sagt Christian Hotz über Tischtennis. Seit Jahren spielt der Zofinger in den höchsten Schweizer Ligen – und seit kurzem widmet er auch einen Teil seiner Freizeit wieder vermehrt dem Tischtennis. Damit sind nicht die ein- bis zwei wöchentlichen Trainings am Tisch gemeint oder die Gruppenkurse, in denen er etwa seine Rumpfstabilisation, Kraft und Schnelligkeit verbessert.

Eine vor eineinhalb Jahren geborene Idee setzt Christian Hotz neu mit Oliver Hinnen um: Die beiden bieten unter dem Label PingEvents.ch Veranstaltungen für Firmen, Vereine oder andere Gruppen an, bei denen sich fast alles um den kleinen weissen Ball dreht. Turniere, Showmatchs, Schläger mit eigenem Firmenlogo drauf, dazu ein Catering, den passenden Flyer, Moderation, DJ: Hotz und Hinnen organisieren das gesamte Paket. Bisher führten die beiden mehrere «PingEvents» durch, für eine Firma wurde gar ein spezieller Tisch in Kreuzform angefertigt. «Es ist toll, dass ich meine Leidenschaft für Tischtennis auch so weitergeben kann», findet Christian Hotz.

«Historischer» Sieg

Am liebsten kämpft er aber um Punkte. Diese Saison gelang ihm ein Highlight in seiner Karriere. In einer NLA-Partie mit seinem Verein TTC Wil gegen den Ligadominator Rio Star Muttenz bezwang Christian Hotz erstmals den Chinesen Hu Jiashun. «Ich erwischte einen Toptag, spielte wirklich gut und kämpfte», blickt Christian Hotz zurück. Hu Jiashun ist einer der ganz Grossen in der obersten Schweizer Liga, war fünf Jahre Hotz’ Trainer und Teamkollege bei Rio Star Muttenz. «Wir kennen uns sehr gut, er hat mir viel beigebracht», sagt der Zofinger, der aus dem Erfolg gegen den Chinesen neuen Elan schöpfte. Mit seiner Wiler Equipe belegt der als Jurist tätige Christian Hotz derzeit den fünften Platz in der NLA. «In der letzten Runde Ende März wollen wir an Lugano vorbeiziehen», gibt Teamcaptain Hotz die Marschrichtung bekannt.

Doch vorerst steht dieses Wochenende die Schweizer Meisterschaft in Zug auf dem Programm. «Anders als die NLA-Saison ist die SM nur an einem Weekend, wenn du da zwei gute Tage erwischst, liegt viel drin», schätzt Hotz. Er tritt im Einzel an, um Bronze aus dem Vorjahr zu verteidigen. Im Doppel könnte an der Seite des Einzel-Schweizer-Meisters 2014 Elia Schmid mehr als letztes Jahr drinliegen, als Hotz mit Dimitri Brunner ebenfalls Bronze gewann. Zudem startet der 28-Jährige bei der Mixed-Konkurrenz. «Das wäre ein Titel, zu dem ich nicht nein sagen würde.»