Handball

Chapeu, Endingen! Knappe Niederlage im Halbfinal gegen Krösus Schaffhausen

Beim 25:28 in Olten zeigten sich die Surbtaler und ihre Fans von der besten Seite. Christian Riechsteiner war mit neun Treffern gar der beste Werfer der Partie.

Bereits zu Beginn wunderten sich viele der mitgereisten Fans verwundert die Augen: Der TV Endingen hielt gut mit und ärgerte den grossen Favoriten aus Schaffhausen mächtig. Und dies, obwohl die Kadetten so ziemlich alles auffuhren, was sie in ihrem reich bestückten Kader haben.

Gleich mit sieben Ausländern begann der amtierende Schweizer Meister, um erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen. Doch die jungen Surbtaler liessen sich davon nicht beeindrucken und sie blieben die ganze erste Hälfte dran.

Wer einen Einbruch im zweiten Umgang erwartet hatte, sah sich erneut getäuscht: Endingen schaffte den Anschlusstreffer zum 19:20 und hatte die Chance zum Ausgleich: Sebastian Kaiser stürmte im Gegenstoss alleine auf den Goalie zu, als ihn im letzten Moment der Ex-Endinger Andrija Pendic noch einholte und ein vermeintliches Stürmerfoul provozierte.

Statt des verdienten Ausgleiches zogen die Kadetten dank einem Hattrick des ehemaligen Endingers Pendic wieder davon.

Doch auch davon liess sich die junge Truppe um den Routinier Nemanja Sudzum, der sieben Treffer erzielte, nicht beeindrucken: Christian Riechsteiner, mit neun Treffern gar der beste Werfer auf dem Feld, brachte die Endinger wieder auf zwei Tore heran und der unermüdliche Wühler am Kreis, Leo Pejkovic schaffte gar erneut den Anschluss: Doch die Geschichte wiederholte sich, Pendic sorgte für die Entscheidung.
Cordas ist (fast) zufrieden
Der Applaus war dem Unterklassigen dennoch sicher. Sowohl die Mannschaft mit zahlreichen Eigengewächsen als auch die vielen Fans, die für Stimmung in Olten sorgten, zeigten sich von der Sonnenseite.

«Wir haben bewiesen, dass auch ein kleiner Dorfverein den grossen Kadetten Paroli bieten kann», sagte Riechsteiner augenzwinkernd. «Ich bin eigentlich gar nie zufrieden nach einer Niederlage. Das ist auch heute so», erklärte Trainer Zoltan Cordas, um hinzuzufügen: «Aber was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gespielt hat, muss sogar für die Kadetten schön gewesen sein zum Anschauen.» Cordas hatte sein Team hervorragend eingestellt.

Diese Performance gibt den Endingern wohl Auftrieb für den Endspurt in der NLB-Meisterschaft, wo sie gegenwärtig fünf Punkte hinter dem Aufstiegsrundenplatz zurückliegen.

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