Challenge League
Der FC Aarau schiesst kaum Tore – ausgerechnet jetzt kommt das Liga-Bollwerk ins Brügglifeld

Am Samstagabend (18 Uhr, im AZ-Livestream und AZ-Liveticker) empfängt Aarau die Mannschaft aus Yverdon. Auf dem Papier ist das Duell gegen den Aufsteiger eine klare Angelegenheit – doch aufgepasst: Yverdon ist das formstärkste Team der Liga dank einer vorzüglichen Defensive.

Sebastian Wendel
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Auch FCA-Topskorer Kevin Spadanuda (rechts) trifft nicht mehr wie Anfang Saison am Laufmeter.

Auch FCA-Topskorer Kevin Spadanuda (rechts) trifft nicht mehr wie Anfang Saison am Laufmeter.

Alexander Wagner / KEYSTONE

«Wer gewinnen will, muss mindestens ein Tor erzielen»: Ausgerechnet mit der simpelsten aller Fussballweisheiten tut sich der FC Aarau momentan schwer. In den vergangenen sechs Partien hat Aarau lediglich fünf Mal getroffen - in drei Partien davon gar nicht. Nach dem fulminanten Saisonstart (13 Tore in fünf Spielen) leidet die Mannschaft aktuell an akuter Torimpotenz. Das Resultat: Zuletzt zwei Niederlagen in der Liga und das Cup-Out gegen Lausanne-Sport.

Und nun kommt ausgerechnet Yverdon ins Brügglifeld. Warum das erwähnenswert ist? Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Romands wohl der ungünstigste Gegner, den sich der FCA wünschen kann. Während Aarau an Torimpotenz leidet, erfreut sich Yverdon nämlich an «Gegentor-Impotenz»: In den vergangenen sechs Partien musste Goalie Mirko Salvi nur gerade einmal hinter sich greifen - notabene nach einem Penalty beim 0:1 in Winterthur. Das ist in diesem Zeitraum absoluter Bestwert der Challenge League.

Aus dem Spiel heraus steht die Yverdon-Abwehr sicher und lässt kaum Grosschancen zu. Ein Verdienst von Baumeister und Trainer Uli Forte, der Mitte August beim Aufsteiger übernommen hat und nach kurzer Anlaufzeit aus einer Schiessbude ein Bollwerk geformt hat. Übrigens: Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison tat sich Aarau lange schwer und erzielte erst in der 95. Minute den Ausgleich zum 1:1.

Die Ursache der Aarauer Torimpotenz ist bis jetzt nicht das Fehlen von Torchancen, sondern die Ineffizienz im Abschluss: Bei allen Niederlagen hatte der FCA genug Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Mal schauen, welche Impotenz am Samstagabend im Brügglifeld ein Ende hat: Die Torimpotenz des FCA oder die Gegentor-Impotenz von Yverdon?

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