Unihockey
Captain, Sportchef und Trainer - Dominic Studer ist der Mann für alle Fälle

Dominic Studer ist Captain, Sportchef und Trainer beim Team Aarau. Sein Hobby, das er seit 17 Jahren betreibt, ist für ihn durchaus mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung, es ist eine Leidenschaft. Voller Passion engagiert er sich im Team Aarau in mehreren Funktionen.

Leandro De Mori
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Dominic Studer ist der Captain des Team Aarau

Dominic Studer ist der Captain des Team Aarau

Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagabend Training, am Wochenende dann ein Spiel und ein Juniorentraining. Das ist eine typische Woche von Dominic Studer, dem 27-jährigen Captain, Sportchef und Nachwuchstrainer vom Unihockey-Team Aarau. «Es bleibt nicht wirklich viel Zeit für anderes, aber es ist ein Hobby, das Spass und Freude bereitet.»

Dominic Studer in seinem Element Man of the Match: Dominic Studer (li.) spielte beim Comeback nach seiner siebenwöchigen Verletzungspause ganz gross auf. (Bild: Jürg Sollberger)

Dominic Studer in seinem Element Man of the Match: Dominic Studer (li.) spielte beim Comeback nach seiner siebenwöchigen Verletzungspause ganz gross auf. (Bild: Jürg Sollberger)

19 Jahre ist es her, seit Dominic Studer mit dem Unihockey angefangen hat. Zu Beginn spielte er für zwei Jahre in Winterthur. Danach zogen er und seine Familie nach Erlinsbach. In das Dorf, aus dem seine Mutter kommt. Mit Unihockey aufhören wollte der junge Studer damals nicht, also ging er zum Verein in der Nähe: dem Team Aarau. Seit den C-Junioren ist er dem Team treu. Studer spielte sich durch alle Juniorenstufen hinauf bis zum Captain der ersten Mannschaft.

Rasanter Aufstieg

In den 17 Jahren, die Studer nun beim Team Aarau spielt, hat er schon einiges erlebt. Doch der Höhepunkt seiner Karriere waren die letzten zwei Jahre. Das Team, das vor zwei Jahren noch in der dritten Liga spielte, darf sich am Freitag zum Saisonstart in der 1. Liga gegen Mitaufsteiger Baden-Birmenstorf beweisen. «Es ist ein willkommenes Duell, das aber bereits wichtig ist. Siege gegen die direkten Konkurrenten sind wichtig. Gegen die eher stärkeren Gegner, die sogar Aufstiegs-Ambitionen haben, müssen wir sicher Lehrgeld bezahlen», sagt Studer zur Erstliga-Premiere.

Studer führt sein Team aufs Feld

Studer führt sein Team aufs Feld

Rolf Gabriel

Je höher die Liga, desto strenger werden die Wochen. Neben der üblichen Routine kommen in dieser Saison mehrmals zwei Spiele am Wochenende dazu. «Diese Doppelrunden sind etwas Spezielles. Sie werden uns bestimmt an die Physis gehen. Deswegen haben wir im Training die eine oder andere Einheit mehr reingepackt, um besser vorbereitet zu sein.»

Dritter Cup-Knaller in Folge

Rücktrittsgedanken hat Dominic Studer noch keine. Mindestens zwei Jahre möchte er noch aktiv auf dem Platz stehen. Als Sportchef hat er aber auch konkrete Pläne, wie es weitergehen soll im Verein. In etwa zwei bis drei Jahren sollen Spieler aus dem Nachwuchs nachrücken. «Unser Ziel ist es, dass die Junioren bis dann die Qualität haben, um die Spieler in der ersten Mannschaft zu ersetzen, die keine Lust mehr haben. In dieser Saison ist die Motivation bei uns aber noch sehr hoch. Mit dem Aufstieg wollen wir alle noch einmal alles geben.»

Neben dem Hobby und der Arbeit bleibt im Leben des 27-jährigen Architekten nicht viel Platz für anderes. Doch Dominic Studer macht das Ganze mit Leidenschaft. «Ins Training zu gehen, ist bei uns für niemanden ein Muss.» Mit den Mitspielern verbindet Dominic Studer viel mehr als der Sport. «Das sind nicht nur meine Teamkollegen, sondern Freunde, mit denen ich auch sonst meine Freizeit verbringe. Somit kombiniert sich der Freundeskreis direkt mit dem Hobby.»

Die Teamkollegen sind auch seine Freunde, mit denen er seine Freizeit verbringt

Die Teamkollegen sind auch seine Freunde, mit denen er seine Freizeit verbringt

Jürg Sollberger

Highlight steht bevor

Ein nächstes sportliches Highlight steht auch schon bevor: Dieses Jahr wartet im Schweizer Cup zum dritten Mal in Folge ein Nationalliga-A-Team auf das Team Aarau. Vor zwei Jahren war Malans der Gegner, im letzten Jahr Rychenberg und am Samstag empfangen die Aarauer zu Hause GC Unihockey, den amtierenden Cup-Sieger. Hoffnungen auf einen Sieg gibt es nicht, dafür haben sich Studer und seine Teamkollegen andere Ziele gesteckt. «Gegen Rychenberg im letzten Jahr haben wir 3:15 verloren. Das Resultat sollte vielleicht etwas besser aussehen. Wir wollen mehr Tore schiessen. Wenn wir etwa fünf Tore pro Drittel bekommen, ist das aufgrund der Klasse des Gegners für unser Team vertretbar.»

Das Spiel gegen Malans zählte für Studer zu den Karriere-Highlights. «Gegen Malans, als wir noch in der dritten Liga waren, hatten wir 400 bis 500 Leute in der Schachenhalle. Das war wirklich cool.» Und Studer hofft, dass am Samstag gegen GC noch mehr kommen werden.

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