Challenge League
Captain Sandro Burki belebt den FC Aarau – Trainer Schällibaum: «Er ist unser Chef auf dem Platz»

Aarau-Captain Sandro Burki war beim überraschenden 3:1-Sieg gegen den FC Zürich der Denker und Lenker. Er schuftete hart auf dem Platz und sagt: «Nach sechzig Minuten konnte ich beinahe nicht mehr laufen.»

Ruedi Kuhn
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Sandro Burki kämpfte im strömenden Regen im Brügglifeld beherzt.

Sandro Burki kämpfte im strömenden Regen im Brügglifeld beherzt.

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Das Kompliment für Captain Sandro Burki kommt von höchster Stelle. «Sandro ist unglaublich wichtig für den FC Aarau», sagt sein Trainer Marco Schällibaum. «Er denkt, lenkt und dirigiert. Er gibt der Mannschaft enorme Sicherheit. Gegen den FC Zürich hat Sandro während einer Stunde das Letzte aus sich herausgeholt. Er hat trotz Schmerzen während langer Zeit durchgehalten. Sandro hat einen starken Charakter. Er ist unser Chef auf dem Platz. Das hat man beim 3:1 gegen den FC Zürich in aller Deutlichkeit gesehen.»

Die besten Bilder des Spiels gegen den FC Zürich:

Damir Mehidic jubelt nach seinem 3:1
11 Bilder
Die Aarauer können dreimal jubeln.
FC Aarau - FC Zürich, 5.4.17, Bildergalerie
Die Anzeigetafel spricht eine klare Sprache.
Damir Mehidic versucht sich durchzusezten.
Die Aarauer können im strömenden Regen mit sich zufrieden sein.
Geoffrey Tréand (hinten) erzielt zwei Tore.
Marco Schällibaum kann endlich aufatmen.
Der FCZ verzweifelt an der Aarauer Konterstärke.

Damir Mehidic jubelt nach seinem 3:1

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Schällibaum wählt klare Worte. Diesmal trifft er mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf. Mag sein, dass Doppeltorschütze Geoffrey Tréand und der reflexstarke Torhüter Lorenzo Bucchi beim Erfolg gegen den Leader der Challenge League oberflächlich betrachtet die auffälligsten Spieler aufseiten des FC Aarau waren. Das Prädikat «besonders wertvoll» verdient sich aber zweifellos Burki. Obwohl er noch immer an den Nachwehen eines doppelten Bänderrisses im rechten Fuss leidet, wollte er seine Teamkollegen im wichtigen Heimspiel gegen den FC Zürich auf keinen Fall im Stich lassen. Burki war es also völlig egal, dass er nicht zu hundert Prozent einsatzfähig war. Der Captain nahm eine Schmerztablette, übernahm Verantwortung, kämpfte bis zum Umfallen, biss zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die Zähne und war bereit, bis ans Limit zu gehen.

Burki lief. Burki rackerte. Burki stopfte Löcher. Eine Stunde lang: Dann war Ende Feuer! «Nach sechzig Minuten konnte ich beinahe nicht mehr laufen», blickt der 31-jährige Mittelfeldspieler zurück. «Die Schmerzen im rechten Fuss wurden im Laufe des Spiels unerträglich. Aber mein Ziel habe ich erreicht. Ich wollte der Mannschaft helfen, nach sechs Niederlagen in Folge auf die Siegesstrasse zurückzufinden. Wir brauchten ein Erfolgserlebnis. Alles andere war für mich nicht wichtig.»

Sandro Burki, FCA-Captain «Wir brauchten ein Erfolgserlebnis»

Sandro Burki, FCA-Captain «Wir brauchten ein Erfolgserlebnis»

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Fuss ist wieder geschwollen

Gut so! Burki zahlte für den totalen Einsatz allerdings einen ziemlich hohen Preis. Der rechte Fuss war nach getaner Arbeit geschwollen. So stark geschwollen, dass er bis Anfang der nächsten Woche nicht mit der Mannschaft trainieren kann. Es ist äusserst fraglich, ob Burki am Sonntag im Auswärtsspiel gegen den FC Schaffhausen zum Aufgebot zählen wird. Der Dirigent des FC Aarau wird aller Voraussicht nach pausieren müssen und erst im Heimspiel gegen Wil in einer Woche wieder zur Startformation zählen. Mal schauen, ob der FC Aarau auch ohne seinen Chef gegen die Mannschaft der Stunde aus der Nordostschweiz bestehen kann. Mit einem Sieg würde man auf Kosten von Schaffhausen auf Rang vier vorrücken. Ein weiterer Dreier wäre zudem der Beweis, dass das 3:1 gegen die Überflieger aus Zürich keine Eintagsfliege war.