«Die Erleichterung war gross, als sich herausstellte, dass es kein Bruch war», sagt Burki im Interview mit «Tele M1». Der Captain des FC-Aarau war im Cup-Viertelfinal gegen den FC Luzern (3:5) brutal vom gegnerischen Abwehrchef Ricardo Costa gefoult worden. Nach ersten Untersuchungen vermuteten die Ärzte einen Wadenbeinbruch.

Doch dann kam noch vor Mitternacht die entwarnende Diagnose: Gebrochen hat sich Burki nichts. Am Tag nach der Partie stellte sich die Verletzung als doppelter Bänderriss im rechten Sprunggelenk heraus – dieser Befund ging einher mit einer prognostizierten Verletzungspause von «nur» sechs Wochen. 

«Momentan ist es ziemlich mühsam, weil ich alles mit nur einem Bein und den Krücken machen muss», sagt der 31-Jährige. Tatkräftige Unterstützung bekommt Burki von seiner Familie. «So ist das Ganze ziemlich gut machbar.»

Ausprache mit dem Schiedsrichter

Auf dem Spielfeld wusste Burki sofort, dass er sich ernsthaft verletzt hatte. Doch der Familienvater riss sich zusammen und wollte sich die Schmerzen nicht anmerken lassen: «Meine Tochter schaute den Match am Fernsehen, mein Sohn war im Stadion. Ich mag es nicht, wenn sie sehen, dass es mir nicht gut geht.»

Für Burki ist die Verletzung doppelt bitter: «Wenn Aarau dafür in den Cup-Halbfinal eingezogen wäre, könnte ich besser mit meinem Ausscheiden leben.» Auch Trainer Marco Schällibaum haderte nach der 3:5-Niederlage mit dem Cup-Aus des FCA. 

Zu diskutieren gab auch die Entscheidung des Schiedsrichters, das Spiel nach dem groben Foul an Burki weiterlaufen zu lassen und Ricardo Costa nicht vom Platz zu stellen. Der FCA-Captain hat sich inzwischen mit dem Schiedsrichter ausgesprochen: «Er hat das Foul einfach nicht gesehen, das kann passieren.»

Und auch Übeltäter Costa hat sich am Tag nach der Partie bei Burki gemeldet und sich entschuldigt. Den verletzungsbedingten Ausfall von sechs Wochen macht das aber auch nicht wett. 

Der Cup-Viertelfinal in Bildern: