Nach Gilles Yapi, Ivan Audino und Norman Peyretti ist Gianluca Frontino der erste Transfercoup von Burki. Zumindest auf den ersten Blick! Ob Frontino tatsächlich die erhoffte Verstärkung im offensiven Mittelfeld ist, wird die Zukunft zeigen. An Talent fehlt es dem 27-Jährigen nicht. So richtig glücklich wurde Frontino zuletzt allerdings weder beim FC Thun, noch beim FC Schaffhausen noch beim FC Winterthur.

Der Name von Frontino geistert schon seit Wochen durchs Brügglifeld. Nun hat er tatsächlich einen Vertrag bis Ende Saison 2018/19 mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben. «Ich bin froh, dass es mit dem Transfer von Frontino geklappt hat», sagt Burki. «Ich habe wochenlang um die Verpflichtung dieses Spielers gekämpft. Er ist der Regisseur, den ich mir für den FC Aarau gewünscht habe.»

Aussenseiter trotz Frontino

Nach Aussage von Burki ist Frontino schon im Auswärtsspiel in Chiasso spielberechtigt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Aarauer am Mittwoch als Aussenseiter ins Stadio Riva IV reisen. Das zeigt alleine schon ein Blick auf die Bilanz gegen die Südtessiner in der Saison 2016/17. Sie ist ernüchternd. In vier Spielen holte die Mannschaft mit dem damaligen Trainer Marco Schällibaum nur einen Punkt. Damit nicht genug der Unbill: Der FC Aarau sah gegen Chiasso gleich viermal Rot: Olivier Jäckle und Stéphane Besle wurden je einmal, Geoffrey Tréand sogar zweimal vom Platz gestellt.

Chiasso als Angstgegner des FC Aarau? Es scheint so: Mal schauen, was die neue Saison bringen wird. Dass Marinko Jurendic nichts von solchen Bilanzen hält, ist logisch. «Das ist alles in der Vergangenheit passiert», sagt der Trainer des FC Aarau. «Ich konzentriere mich einzig und allein auf die Gegenwart und bin zuversichtlich, weil wir in den Trainings nach dem 2:0-Erfolg gegen Wohlen gut gearbeitet haben.»

Freier Tag als Belohnung

Weil das so ist, durften die Spieler des FC Aarau am Montag einen freien Tag geniessen. Am Dienstag findet auf dem Hauptplatz im Brügglifeld das Abschlusstraining statt. Wie schon vor dem Derby gegen Wohlen wird dieses unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Warum eigentlich? «Wir wollen uns ungestört vorbereiten und in Ruhe arbeiten», erklärt Trainer Jurendic die doch eher ungewöhnliche Massnahme.

Marinko Jurendic gönnt seinen Spieler einen freien Tag, als Belohnung für die guten Trainingsleistungen.

Marinko Jurendic gönnt seinen Spieler einen freien Tag, als Belohnung für die guten Trainingsleistungen.

Für den FC Aarau ist das Spiel in Chiasso alles andere als ein Selbstläufer. Die Vorzeichen sind aber trotz der verletzten Arxhend Cani, Miguel Peralta, Petar Misic und Juan Pablo Garat nicht schlecht. Mit Igor Nganga und Olivier Jäckle kehrten in der vergangenen Woche nämlich zwei Titulare in den Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft zurück. Und die drei Neuen Gilles Yapi, Ivan Audino und Norman Peyretti brennen auf einen Einsatz. So kommt der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders nach dem schon fast unglaublichen Verletzungspech in den vergangenen Wochen langsam, aber sicher wieder in die Gänge.

Klar ist, dass das 2:0 gegen Wohlen das Selbstvertrauen der Spieler gestärkt hat. Ein Punktgewinn in Chiasso wäre ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Die Tessiner sind gut in die Saison gestartet und haben aus sieben Spielen neun Punkte geholt. Drei Zähler wurden ihnen wegen eines Verstosses gegen das Lizenzreglement allerdings wieder abgezogen. Mit Francesco Russo, Bruno Martignoni und Zoran Josipovic spielen drei frühere Aarauer im Dress von Chiasso. Sie dürften besonders motiviert sein. Aufzupassen gilt es aber vor allem auf den maltesischen Internationalen Jean Paul Farrugia, der in dieser Saison schon drei Tore erzielt hat.