Fussball
Brutalo-Foul von GCs Hajrovic bringt Christ auf die Palme

Der FC Baden bezwingt in der 1. Liga Classic den GC-Nachwuchs mit 2:1. Sead Hajrovic, der U17-Weltmeister aus Birr in Diensten der Hoppers, begeht in der Nachspielzeit ein übles Foul. Die Verletztenliste der Aargauer wird immer länger.

Andreas Fretz
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FC Baden gegen Grasshoppers U21 mit Brutalo-Foul von Sead Hajrovic
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Sead Hajrovic (Grasshoppers U21) foult Roman Herger (FC Baden)
Badens Sven Christ: Verärgert über das harte Einsteigen von Sead Hajrovic.
Luiyi Lugo (Mitte) erzielt das 1:0 für Baden, Sead Hajrovic (links) und Marcello Massaro kommen zu spät.
Luiyi Lugo erzielt das 1:0 für Baden.
Adijan Keranovic (rechts, Baden).
Manuel Kubli (links, Baden) enteilt Albion Avdijaj (rechts, GC).
Knie verdreht: Roman Herger (links, Baden) schied in der 91. Minute verletzt aus.

FC Baden gegen Grasshoppers U21 mit Brutalo-Foul von Sead Hajrovic

Alexander Wagner

Der FC Baden feierte am Dienstag seinen ersten Sieg der Rückrunde. Doch so richtig Stimmung mochte bei Trainer Sven Christ nicht aufkommen. Es war ein teuer erkaufter Sieg. Mit Kujtim Dzelili und Topskorer Roman Herger gesellten sich zwei neue Namen zur ohnehin schon langen Liste der Verletzten. «Dzelili hat wahrscheinlich das Schlüsselbein gebrochen und ist auf dem Weg ins Spital, bei Herger sieht es auch nicht gut aus, er hat sich das Knie verdreht», sagte Christ.

Die Grätsche des U17-Weltmeisters

Vor allem das überharte Einsteigen des Birrers Sead Hajrovic gegen Herger machte Christ wütend. «Das war eine klare rote Karte», schimpfte der Trainer. Der U17-Weltmeister erhielt in der 91. Minute für sein Foul von hinten nur Gelb von Schiedsrichter Schwaller. «Dass Hajrovic danach noch lächelt, ist die Höhe», fand Christ.

Bei allem Unglück war es doch ein glücklicher Sieg für den FC Baden. Wegen der vielen Umstellungen in der Aufstellung fanden die Einheimischen nur schwer ins Spiel. GC, das in akuter Abstiegsgefahr schwebt, hatte mehr vom Spiel. Das sah auch Christ so: «Ich sah ein gutes GC, das mehr fürs Spiel gemacht hat. Wir benötigten etwas Glück.»

Lugo über rechts

Einer, der für dieses Glück kämpfte, war Luiyi Lugo. Die 43. Minute war im Stadion Esp angebrochen. Lugo tankte sich auf der rechten Seite durch. Der Schuss des 20-Jährigen schrammte um Haaresbreite am entfernten Pfosten vorbei. Eine Minute später dasselbe Bild. Erneut tankte sich Lugo mit viel Tempo auf dem rechten Flügel durch, zieht nach innen und feuert die Kugel in Richtung des entfernten Pfostens. Diesmal sitzt sein Schuss. 1:0. Baden jubelt.

Die beiden Vorstösse Lugos zählten zu den raren Höhepunkten der ersten Halbzeit. Baden und der GC-Nachwuchs lieferten sich vorab im Mittelfeld einen harten Abnützungskampf, der wenig Raum für offensive Aktionen liess.

Lehrstück in Sachen Effizienz

In der zweiten Halbzeit erhöhte GC den Druck, hatte deutlich mehr Ballbesitz. Baden zog sich zurück und bot dem GC-Nachwuchs ein Lehrstück in Sachen Effizienz. In der 78. Minute erzielte Mileta Matovic das 2:0. Er reagierte am schnellsten auf die Hereingabe von rechts und versenkte den Schuss volley im Tor der Gäste. Goalie Timothy Dieng war beim Schuss aus 11 Metern chancenlos. Der Anschlusstreffer durch GCs Einwechselspieler Daniel Lema fiel erst in der 90. Minute.

Durch den Sieg in diesem Nachtragsspiel kämpfte sich Baden vom siebten auf den vierten Zwischenrang vor und hat nun gleichviele Punkte wie die drittplatzierten Luzerner. Am kommenden Samstag (16 Uhr, Esp) empfangen die Aargauer den FC Solothurn. «Ich hoffe, dass mir 14 gesunde Spieler zur Verfügung stehen», sagte Christ mit Blick auf sein Lazarett.