Fussball
Bruno Martignoni ist FC Aaraus kleiner Paolo Maldini

Schon als Bub wollte der Südschweizer Bruno Martignoni ein berühmter Fussballer werden, so wie der Abwehrspieler der AC Milan Paolo Maldini. Der Transfer von Locarno zum FC Aarau ist ein wichtiger Schritt in der Karriere des U21-Kadermitglieds.

Ruedi Kuhn
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Verteidiger Bruno Martignoni (v.) spielte wie hier gegen Luzern auch in Basel von Anfang an.otto lüscher

Verteidiger Bruno Martignoni (v.) spielte wie hier gegen Luzern auch in Basel von Anfang an.otto lüscher

Bruno Martignoni lächelt sanft und sagt: «Als Bub hatte ich einen Traum. Ich wollte ein berühmter Fussballer werden. So wie Paolo Maldini. Der Abwehrspieler der AC Milan ist mein grosses Vorbild.» Martignoni wie Maldini? Nicht ganz.

Der Transfer von Locarno zum Super-League-Aufsteiger FC Aarau auf diese Saison hin ist zwar ein wichtiger Schritt in der Karriere, aber bis zu Maldini ist es noch ein Stück. Schliesslich hat der Verteidiger für Milan zwischen 1984 und 2009 sage und schreibe 901 Spiele bestritten. Und für Italien brachte er es auf 126 Länderspiele.

Martignoni weiss genau, dass Maldini eine grosse Nummer ist, lässt aber nicht locker und fügt hinzu: «Wer sich keine hohen Ziele setzt, der bringt es zu nichts. Fussball ist mein Leben. Fussball ist meine Leidenschaft. Ich werde alles tun, um einen Vertrag bei einem Grossklub in Spanien, England, Deutschland oder Italien zu bekommen.»

Von der Zukunft in die Gegenwart: Beim FC Aarau ist Martignoni auf einem guten Weg: Gegen den FC Basel (1:3) und Luzern (4:2) zählte das Talent zur Startformation und zeigte vielversprechende Ansätze.

Martignoni ist in Quartino aufgewachsen, einem 1000-Seelen-Dorf zwischen Bellinzona in Locarno. Als Junior spielte er für Gambarogno, Gordola und das Team Ticino. Nach zwölf Jahren Schule setzte er auf die Karte Fussball.

Vor vier Jahren machte er sich als Stammspieler der Schweizer U17-Auswahl einen Namen und gewann in Nigeria den WM-Titel. In der Saison 2010/11 spielte er für das Nachwuchsteam von Cagliari in Sardinien. Für die erste Mannschaft konnte er sich nicht empfehlen.

Von 2011 bis 2013 war er bei Locarno und zählte zu den Teamstützen. Momentan ist der Südschweizer Kadermitglied der U21. Sportlich ist Martignoni auf dem Weg nach oben. Privat scheint er die Spitze schon erreicht zu haben. Martignoni ist seit drei Jahren mit Freundin Sharon zusammen.

Die Tessinerin studiert an der Universität in Mailand Psychologie. «Sharon ist meine grosse Liebe», sagt der Neu-Aarauer. «Ich kann mir gut vorstellen, dass wir bald heiraten.» Wenn das keine rosigen Zukunftsaussichten sind.