Zehn Jahre nach Gislers überraschendem Weissenstein-Bergfestsieg tritt der Rumisberger auf dem Solothurner Hausberg als Sieganwärter an. Doch 30 Gäste sorgen für harte Konkurrenz. Allen voran Arnold Forrer. Der Schwingerkönig von 2002 führt zurzeit die offizielle Jahreswertung an. Der Toggenburger hat in dieser Saison bereits vier Kranzfeste gewonnen, darunter zwei Teilverbandsanlässe.

Giganten treffen aufeinander

Im ersten Gang kommts deshalb gleich zur absoluten Spitzenpaarung zwischen Gisler und Forrer. «Da bin ich zuversichtlich, dass dies gut herauskommt», sagt der Technische Leiter der Nordwestschweiz, Stephan Strebel. Er ist alleine für die Paarungen im ersten Gang verantwortlich.

2012 erlebten die Nordwestschweizer auf dem Weissenstein gegen die Berner eine herbe Schlappe. «In diesem Jahr hoffe ich auch auf die zweite Garde», sagt Strebel. Wenn mehreren Nordwestschweizer Mittelschwingern ein Exploit gelingt, dann dürfte das Ziel von vier Kränzen realistisch sein. Im Vorjahr verfehlte nicht nur Gisler, sondern auch Christoph Bieri und Mario Thürig das Eichenlaub.

Aargauer Hoffnungen

Nebst dem Eidgenossentrio Bieri, Mario und Guido Thürig kommen aus Aargauer Sicht auch Jürg Mahrer und Patrick Räbmatter für einen Kranzerfolg infrage. Vor allem Mahrer zeigte in den letzten zwei Wochen einen vielversprechenden Formanstieg. Zuerst gewann er das Baselbieter Kantonalfest, danach bot er am Fricktaler Abendschwinget Mario Thürig im Kampf um den Tagessieg Paroli. Wie gut sich der aufstrebende Fricktaler David Schmid schlagen wird, bleibt abzuwarten. Vor zwei Wochen zog er sich eine Fingerverletzung zu. Immer für eine Aargauer Überraschung gut ist der aktuelle Leader des Schwingklubs Aarau, Stephan Studinger. Wegen des Berner Teilverbandsfestes am Sonntag in Niederscherli findet der Weissenstein-Schwinget für einmal am Samstag statt. Das Anschwingen beginnt um 8.30 Uhr. Der Schlussgang ist auf 16.30 Uhr festgelegt.