Judo
Brugg mit souveränem Sieg gegen Yverdon

Brugg startet gegen Vizemeister Yverdon mit einem souveränen Sieg in die NLA-Saison. Damit wurde Brugg seiner Favoritenrolle gerecht und erfüllte die Erwartungen.

Manuela Waldburger
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Judo Brugg
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Judo Brugg Bruggs Benar Baltisberger (oben, in blau). © Alexander Wagner
Judo Brugg Bruggs Raphael De Moliner (links, in blau). © Alexander Wagner
Judo Brugg Bruggs Christoph Keller (in blau). © Alexander Wagner
Judo Brugg Bruggs Michael Kistler (in blau). © Alexander Wagner

Judo Brugg

Mit dem letztjährigen SchweizerMeister-Titel hielt Brugg die Erwartungshaltung hoch. Die Öffentlichkeit erwartet vom achtfachen Champion der letzten zehn Jahre nichts anderes als die Titelverteidigung. Dafür brauchte es vor allem einen guten Start in die neue Saison gegen Yverdon.

Diese Teams standen sich schon am 4. Dezember gegenüber, damals gewann Brugg zu null und kürte sich damit zum Meister. Die Brugger um Michael Iten besonnen sich schon vor dem Kampf auf ihre grösste Tugend: «Auch wenn wir als Favoriten in den Kampf gehen, unterschätzen werden wir unseren Gegner sicherlich nicht. Das haben wir noch nie gemacht. Schiefgehen kann schliesslich immer was.»

Doch die Brugger überzeugten im ersten Durchgang mit fünf Siegen und zwei Niederlagen. Da schmerzte auch die Niederlage von Nationalliga-A-Debütant Boris Patthey nicht allzu fest, während der zweite Debütant Michael Kistler gar einen Sieg erkämpfen konnte. Auch der zweite Durchgang gestaltete Brugg mit sechs Siegen erfolgreich. Mit dem Schlussresultat von 11:3 wurde Brugg seiner Favoritenrolle gerecht.

Der 24-jährige Baarer Michael Iten, welcher in der Vorrunde pausierte, bilanzierte nach dem siegreichen Heimkampf: «Im Grossen und Ganzen können wir mit diesem Resultat sicherlich zufrieden sein, allerdings gewannen wir halt nicht wie im letzten Aufeinandertreffen zu null.» Doch gleichzeitig erwähnte der am World Cup in Warschau in seiner Gewichtsklasse (bis 60 kg) auf den hervorragenden siebten Platz gekommene Iten: «Wir haben den Jungen eine Chance gegeben, damit sie neue Erfahrungen sammeln können. Auch wenn Boris (Patthey, Anm. d. Red.) seine beiden Kämpfe verloren hat, sind wir alle doch zufrieden mit der Leistung. Michi (Kistler) konnte seinen Kampf ja sogar gewinnen.»

Den amtierenden Schweizer Meister (Gewichtsklasse bis 60 kg) Iten zieht es nach Genf an die Swiss Judo Open, um sich die EM-Qualifikation im Einzel zu sichern. In der Nationalliga A geht es für ihn und seine Teamkollegen in zwei Wochen gegen Wetzikon weiter. Dann wollen sie ihrem Ziel einen Schritt näher sein: Schweizer Meister 2011. Schliesslich steht das irrtümlicherweise schon auf dem Pokal, den die Aargauer nach dem erfolgreichen Kampf überreicht erhielten.