Unihockey
Bremgarten verliert 1.-Liga-Derby

Der Aufsteiger unterliegt dem UHC Mittelland 5:9. Einen 0:3-Rückstand holten die Freiämter noch auf, ehe der Favorit zurückschlug.

Adrian Köchli
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Bremgarten verliert 1.-Liga-Derby

Bremgarten verliert 1.-Liga-Derby

Limmattaler Zeitung

Der nach einer Fusion von Olten und Zofingen zusammengeschlossene UHC Mittelland war gegen Bremgarten als klarer Favorit ins erste 1.-Liga-Kantonsderby seit längerem gestartet. So verwunderte es auch nicht, dass Mittelland von Beginn der Partie die Kontrolle über das Geschehen übernehmen wollte. Bremgarten hingegen war zwar bedacht, das Tempo mitzugehen, doch der Respekt war ziemlich gross. Mit dem 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel war Bremgarten gut bedient.

Verrücktes Mitteldrittel

Das zweite Drittel sollte dann der furioseste Teil der Veranstaltung werden. Nachdem Mittelland in der 24. Minute auf 3:0 davonziehen konnte, glaubte zunächst niemand mehr an ein Comeback der Bremgarter. Doch diese bewiesen Moral und erzielten innerhalb von fünf Minuten die drei Tore zum Ausgleich. Bremgarten-Trainer Peter Zingg erkannte darin nach dem Match einen Nachteil für sein eigenes Team: «Wir kamen durch den schnellen Ausgleich in eine Euphorie, die uns das Genick brach.» Was Zingg damit meinte, waren die drei Gegentore von der 36. bis zur 38. Minute zum 6:3 für Mittelland – die Entscheidung. Das dritte und letzte Drittel war dann eher ein Schaulaufen. Das Match endete 9:5.

Bremgartens Trainer Zingg lobte sein Team trotz der vierten Niederlage im vierten Match. «Wir haben innerhalb von einer Woche gegen zwei sehr gute Mannschaften gespielt und dabei nicht schlecht ausgesehen. Auf dieser Leistung müssen wir aufbauen, denn es sind nicht Teams wie Mittelland, gegen die wir Punkte holen müssen, sondern die aus unserer Tabellenregion.»

Zinggs’ Pendant auf der Seite von Mittelland, Rolf Riggenbach, zeigte sich nach dem Spiel einerseits glücklich über den Sieg, sagte aber auch: «Wir müssen besser werden in unserer Verwertung der Chancen. Man muss aber auch sagen, dass es neben uns drei Teams in der Liga gibt, die das Spiel wie wir gegen die anderen Vereine machen müssen, und das ist nicht immer einfach umzusetzen. Doch wenn wir einige unserer kleinen Schwächen noch ausmerzen können, sehe ich einem NLB-Aufstieg optimistisch entgegen.»