Boxen
Ein Karriere-­Highlight für den Aargauer Profiboxer: Davide Faraci fordert in London Lyndon Arthur heraus

Der in Gippingen aufgewachsene Davide Faraci kämpft am Samstag in London gegen den Briten Lyndon Arthur.

Silvan Hartmann
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Davide Faraci.

Davide Faraci.

Britta Gut

Der Aargauer Profiboxer Davide Faraci fordert am kommenden Samstag in der Royal Albert Hall in London den amtierenden WBO-Champion Inter-Continental, Lyndon Arthur, heraus. Für den 29-jährigen in Gippingen aufgewachsenen Schweiz-Italiener ist es eines seiner grossen Karriere-Highlights.

Boxexperten sehen im Duell ­Faraci gegen Arthur einen hochspannenden Kampf mit leichten Vorteilen bei Faracis Kontrahent, dem 30-jährigen Briten aus Manchester. Das geht zumindest auch aus dem offiziellen Ranking hervor: Arthur ist im Halbschwergewicht auf Position 17 rangiert, Faraci klassiert sich auf Platz 32.

Der Kampf im Halbschwergewicht ist ein Duell zweier bislang Ungeschlagenen, sowohl Arthur wie auch Faraci weisen eine weisse Weste aus. Während Arthur 18 Siege in 18 Wettkampfeinsätzen verbuchte, darf Faraci auf beachtliche 15 Siege aus 15 Kämpfen zurückblicken. Und dennoch: Faracis letzter Profieinsatz liegt über 500 Tage zurück. Wo er derzeit steht, ist angesichts der Auszeit schwierig zu beurteilen.

Im Februar 2020 hatte er sich in Göppingen gegen den EM-Anwärter Emre Cukur nach einstimmigem Punktsieg behauptet. In der Vorbereitung hatte Faraci einige Hürden zu meistern. Im März hatte er kurzfristig wegen einer Coronaerkrankung einen Titelkampf absagen müssen. In Nantes hätte er sich mit dem französischen Titelhalter Pierre Hubert Dibombé um den EU-Halbschwergewichtstitel messen sollen. Doch Faraci wurde drei Tage zuvor positiv auf Corona getestet.

Immerhin: Mitten in der Krise erfüllte er sich einen lang gehegten Traum und eröffnete in Klingnau ein Fitnesscenter, womit er sich auch gleich ein Standbein für die Zeit nach der Profikarriere geschaffen hat. Dort hat sich Faraci nun auf den Titelkampf vom Samstag vorbereitet – unter anderem mit Sparring Stefan Rumpold, der im Schwergewicht soeben erst seinen dritten Kampf gewann.

Davide Faraci im Frühjahr mit sienem Geschäftspartner Toni Barbera vor der Eröffnung des Fitnesscenters in Klingnau.

Davide Faraci im Frühjahr mit sienem Geschäftspartner Toni Barbera vor der Eröffnung des Fitnesscenters in Klingnau.

Britta Gut