Handball
Bitterer Sonntag am Zürichsee für Städtli Baden

Vor einer Woche lag der STV Baden gegen Möhlin zurück, glich aber wieder aus. Gegen Horgen folgt nun das gleiche Spiel, nur auf die verkehrte Seite: Baden führt, Horgen gleicht aus und gewinnt das Spiel mit 30:24.

Franco Bassani
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Der STV Baden muss sich gegen Horgen geschlagen geben.

Der STV Baden muss sich gegen Horgen geschlagen geben.

Zur Verfügung gestellt

Wie war das vor Wochenfrist gegen den TV Möhlin? Der Gast schoss schöne Tore und bald einmal stand es 4:8 für die Fricktaler – acht Minuten später hatte Städtli aber ausgeglichen. Und am Sonntag am Zürichsee? 8:2 für den STV Baden – 13 Minuten später hatte Horgen ausgeglichen. Trotzdem ging Städtli 1 mit einem Tor mehr in die Pause.
Schöne Angriffe, eine gute Verteidigung, Torhüter Wyss in guter Form genügten, um schnelle und herausgespielte Tore zu erzielen – bis plötzlich der Faden riss. Weshalb, war völlig schleierhaft, aber um die Erklärung zu suchen, kam ja die Pause gerade recht.
Von wegen. Rein gar nichts mehr lief in den zehn Minuten nach der Pause. 8:2 für die Platzherren, total 21:16 – damit war die Sache wohl gelaufen. Kein Aufbäumen, keine Ideen im Angriff, immer einen Schritt zu spät in der Verteidigung – einfach nur bitter anzuschauen.
«Wer spielt am Sonntag bei Horgen?» war wohl das bestimmende Gesprächsthema vor dem Spiel. «GC Amicitia (NLA) hat kein Spiel, also können sie mischen, wie sie wollen.» Sie wollten aber gar nicht: «Nur» zwei Spieler (Seitle und Fröhlich) mit NLA-Erfahrung waren anwesend, und die schossen am Sonntag bloss je ein Tor. Aber da waren dafür zwei reguläre Kadermitglieder (Müller und Santoro), die für nicht weniger als 12 Tore besorgt waren.

Keine Geburtstagsgeschenke gemacht
Beim STV Baden waren zwei Spieler nicht verfügbar, weil sie ausbildungsbedingt für vier (Schweizer) respektive eine Woche (Legoll) ins Ausland mussten – Sportschüler notabene. Zudem war Larsson weiterhin angeschlagen und konnte nur Kurzeinsätze leisten.

Stalder hatte sich glücklicherweise wieder zur Verfügung gestellt, konnte aber keine Akzente setzen. Die beiden Torhüter kamen in der ersten Halbzeit gemeinsam auf sieben Paraden, dazu gesellten sich noch deren drei in den letzten zwei Minuten des Spieles, als alles schon entschieden war.
Trainer Björn Navarin hatte sich zu seinem 40. Geburtstag einfach zwei Punkte gewünscht, die behielten die Platzherren aber zu Recht in Horgen. Und auch Sean Siegenthaler ist so an seinem 21. Geburtstag zu kurz gekommen. Schade, aber das bessere und vor allem das willigere Team hat verdient gewonnen – Gratulation von der Limmat an den Zürichsee!

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