Handball
Bittere Niederlage für den HSC Suhr Aarau im Kellerduell gegen Stäfa

Seit dem 10. April 2011 warten die Aarauer gegen diesen Gegner in der NLA auf einen Vollerfolg und kassierten nun die sechste Niederlage in Folge, obwohl der HSC-Trainer Fend erstmals in dieser Saison sämtliche Kaderspieler zur Verfügung hatte.

Beat Hager
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Nach seinem starken Auftritt gegen Kriens konnte Suhr Aaraus Newcomer-Goalie Flavio Wick die Niederlage bei Stäfa auch nicht verhindern.

Nach seinem starken Auftritt gegen Kriens konnte Suhr Aaraus Newcomer-Goalie Flavio Wick die Niederlage bei Stäfa auch nicht verhindern.

«Nach dem tollen Heimsieg gegen Kriens-Luzern wollen wir diesen Erfolg aus der Vorwoche bestätigen. Dabei erwarte ich einen harten Kampf», so HSC-CEO Thomas Kähr vor der Partie. Trainer Patrik Fend konnte im Gastspiel am oberen Zürichsee erstmals aus dem Vollen schöpfen, standen ihm doch erstmals in der laufenden Saison sämtliche Kaderspieler zur Verfügung.

Offener Schlagabtausch

Die Startphase gehörte Stäfa, welche auf ihren rekonvaleszenten Nationalspieler Pascal Vernier verzichten mussten. Doch die Aarauer fanden in der Folge immer besser ins Spiel und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier ebenbürtiger Mannschaften. Dabei zeigte sich auf Aarauer Seite Patrick Romann von seiner besten Seite, trotz Rekrutenschule präsentierte er sich spielfreudig und mit 8 Toren abschlussstark.

Suhr Aarau spielte aus einer kompakten Defensive heraus und die knappe 12:11-Pausenführung war der verdiente Lohn für das Schachen-Team.

Spannende und hektische Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Abnützungskampf mit zahlreichen Unterbrüchen. Die Einheimischen vermochten in der zweiten Halbzeit das Tempo zu erhöhen, doch Suhr Aarau blieb jederzeit im Spiel.

Zwischen der 43. und 49. Minute fiel die Vorentscheidung, als die Seebuben aus einem 15:17-Rückstand einen 19:17-Vorsprung machten. Die 420 Zuschauer in der Frohberghalle kamen in den Genuss einer spannenden und hektischen Schlussphase. Jeder Ausgang war möglich und jeder Fehler konnte spielentscheidend sein.

In der 59. Minute schoss Beau Kägi die Gastgeber mit 22:21 in Front. Fend riskierte alles, nahm Flavio Wick vom Feld und ersetzte den Torhüter mit Lukas Strebel durch einen weiteren Feldspieler.

Fehlende Kaltblütigkeit

Doch die Lakers-Nerven hielten stand und Suhr Aarau musste mit einer 21:22-Niederlage die Heimreise antreten. «Ein sehr glücklicher Sieg für Stäfa, zumal wir lange Zeit Oberwasser hatten. Doch leider fehlte es an der Kaltblütigkeit im Abschluss», zeigte sich Fend enttäuscht. Gegen Stäfa warten die Aarauer seit dem 10. April 2011 auf einen Sieg und kassierten die nun sechste Niederlage in Folge.

Lakers Stäfa - Suhr Aarau 22:21 (11:12)
420 Zuschauer. – SR Sager/Styger. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Stäfa, 4-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau.
Stäfa: Wipf; Barth, Affentranger (4), Mächler, Bajramovic, Milicic (4/2), Brunner, Ehlers, Bleuler (1), Jud (2), Kurbalija (1), Kägi (3), Maros (7).
Suhr Aarau: Pramuk/Wick (ab 30.); Kasapidis (3), Suter, Konecnik (1), Zuber, Buholzer (1), Romann (8), Aufdenblatten, Lukas Strebel, Josic (4), Studer (1), Kaufmann (3), Patrick Strebel.
Bemerkungen: Stäfa ohne Vernier (rekonvaleszent). Verhältnis verschossener Penaltys 1:1.