Qualifikation Schweizer Cup

Bittere 3:4-Niederlage gegen Red Star: Verschlafene erste Halbzeit wird dem FC Wohlen zum Verhängnis

Der Gast in Grün triumphiert, Wohlen leidet: Gegen Red Star verliert der FCW gleich mit 3:4.

In den letzten Partien zeigte sich vor allem eins deutlich: Der FC Wohlen kassiert viel zu viele Gegentore und schafft es nicht, eine konstant gute Leistung zu erbringen. Dies wurde den Aargauern gegen Red Star einmal mehr zum Verhängnis, mit 3:4 geht der FCW als Verlierer vom Platz.

«Yalla! Yalla! FC Wohle!» hallt es zuweilen durch das Stadion Niedermatten. Der sowohl im hebräischen wie auch im arabischen Sprachraum gebräuchliche Begriff, der auch im Kölner Karneval Verwendung findet, bedeutet so viel wie «Vorwärts!». Die Fans wollen damit ihr Team nach vorne peitschen. Das ist die Marschrichtung des FCW!

3:2, 3:2, 4:3. Das sind die Ergebnisse der letzten drei Spiele mit Wohler Beteiligung. Satte zehn Tore boten die FCW-Akteure ihrem Anhang in diesen Spielen. Allerdings: es gab auch sieben Gegentore. Kritische Stimmen machten sich schon vor Wochen breit. Jeder Fussballfan sollte die Floskel «Die Offensive gewinnt Spiele. Die Defensive gewinnt Meisterschaften.» kennen.

Auch Sepp Herbergers Spruch: «Ein Spiel dauert 90 Minuten», ist sicher vielen Fans ein Begriff. Fakt ist: der FC Wohlen kassiert viel zu viele Gegentore und schafft es nicht über 90 Minuten eine konstant gute Leistung zu bringen. Das wurde ihm nun gegen den FC Red Star zum Verhängnis.

Zur Pause mit 0:3 im Hintertreffen

Die Wohler verschliefen die erste Hälfte komplett und sahen sich nach Treffern von Steiger und dem zweifachen Figueiredo bereits zur Pause mit 0:3 im Hintertreffen. Völlig zurecht, denn die Wohler präsentierten sich unkonzentriert, pomadig und teils lustlos. Die spärliche Kulisse von nur 180 Zuschauerinnen und Zuschauern trug ihren Teil dazu bei, dass man sich bei einem Freundschaftskick wähnte.

Erst nach der Pause erwacht der FC Wohlen aus seinem Dornröschenschlaf und versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Erst nach der Pause erwacht der FC Wohlen aus seinem Dornröschenschlaf und versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Erst nach der Pause wachten die Freiämter endlich auf und zeigten ansehnlichen Fussball. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff weckte Davide Giampa mit seinem Anschlusstreffer leichte Hoffnungen beim Wohler Anhang. Ribeiro machte diese mit seinem Treffer zum 4:1 jedoch bald wieder zunichte. Dabei hatte der FCW bis dahin die zweite Hälfte dominiert und auf weitere Tore gedrängt.

Diese kamen, aber leider zu spät. In der 78. Minute wurde Ronny Minkwitz im Strafraum der Gäste regelwidrig gestoppt. Zum fälligen Penalty trat der Gefoulte selbst an überwand Michael Kündig im Tor der Gäste.

Wohlen machte jetzt enormen Druck, ohne dabei jedoch weitere Grosschancen erspielen zu können. In der Nachspielzeit konnte Thomas Schiavano dann nochmal finalisieren. Sein Treffer zum 3:4 kam jedoch zu spät. Letztlich gewann Red Star die Partie verdient. Wohlen wird damit in der nächsten Saison nicht am Schweizer Cup teilnehmen.

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