EHC Aarau
Bis zum Playoffstart ist noch viel zu tun

Eishockey Zuchwil Region siegt in der 1. Liga gegen den EHC Aarau knapp, aber verdient mit 3:2. Vier Spiele, vier Niederlagen – so liest sich die Bilanz des EHC Aarau nach der ersten Runde der Masterround.

stefan siegrist
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Zuchwils Mattias von Dach sorgt für Unruhe vor Aarau-Goalie Mike Schmocker.Marcel Bieri

Zuchwils Mattias von Dach sorgt für Unruhe vor Aarau-Goalie Mike Schmocker.Marcel Bieri

Vier Spiele, vier Niederlagen – so liest sich die Bilanz des EHC Aarau nach der ersten Runde der Masterround. Mit nur zwei Zählern aus den letzten drei Partien steht auch Zuchwil Regio nicht wesentlich besser da; trotz einem starken Start in die Masterround. Somit sind beide Klubs kurz vor Beginn der Playoffs auf Formsuche und auf Zähler angewiesen, wollen sie sich in den Playoffs den Heimvorteil sichern.

Das Spiel zwischen den Solothurnern und Aarauern begann schwach. In beiden Reihen war wenig Selbstvertrauen auszumachen. Zuchwil wie sein Kontrahent waren in erster Line darauf bedacht, ihre eigenen Zonen zu schützen, und keine Gegentreffer zu erhalten. Die «dicken» Möglichkeiten kamen damit nicht zustande, Zuchwil Regio war allerdings einen Tick gefährlicher. Kurz vor der ersten Pause wurde der Torreigen schliesslich eröffnet. Fabian Steiner war es, der das wegweisende 1:0 für die Gastgeber erzielte.

Mitteldrittel als Knackpunkt

Im Mittelabschnitt dominierte der EHC Zuchwil Regio, der sich durch seine besseren läuferischen Fähigkeiten ein Übergewicht schuf. Die guten Torgelegenheiten häuften sich. Und auch der Erfolg liess in diesem Drittel nicht auf sich warten. Bei Mitte der Partie erhöhten Balen und Born auf 3:0. Die Aarauer hatten wenig bis gar nichts vom mittleren Abschnitt. Die Gäste offenbarten vermehrt Schwächen in der defensiven Abstimmung. Somit musste die Equipe von Coach Patric With nach der zweiten Pause gewaltig zusetzen, wollte sie noch etwas reissen.

Anschlusstreffer kam zu spät

Danach sah es freilich lange nicht aus; Zuchwil Regio verwaltete in gewohnt sicherer Manier; war selber aber auch nicht mehr so gefährlich wie noch in Periode zwei. In der 49. Minute trafen die Gäste erstmals. Zwar sahen die Zuchwiler den Puck an der Latte, der Unparteiische hingegen deutete auf Tor. Brachte das 3:1 die Spannung zurück und konnte Aarau noch zulegen? Tatsächlich erzielte Boner in der 57. Minute gar noch den Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es jedoch nicht mehr, die Hypothek war zu gross. Aaraus Fabian Christen nach der Begegnung: «Wir haben das Match im zweiten Drittel verloren. Wir haben Details, wie den Puck schnell aus der eigenen Zone raus und tief spielen vernachlässigt. Teils waren wir auch zu umständlich und vergaben in der Offensive zu viele Chancen.»

Zuchwils Trainer Stefan Gerber war nur mit dem Erfolg zufrieden: «Wir sind auf dem Weg der Besserung, gewisse Komponenten kommen langsam wieder zurück. Aber die Nervosität zum Schluss war unnötig.» Auf beiden Seiten war man sich indes einig, dass bis zum Playoff-Start in zwei Wochen noch ein hartes Stück Arbeit wartet. «Wir müssen zu unserem einfachen Spiel zurückfinden, dafür trainieren wir. Heuer ist viel möglich; denn wir wissen was wir können», so Christen.

«Wenn die Ausgangslage wie im vergangenen Jahr ist, nehme ich das als gutes Omen», so Zuchwil-Coach Gerber auf die Frage nach dem verpatzten Qualifikationssieg, den sich Burgdorf vorzeitig sicherte.