Eishockey
Bieber aus Baden-Wettingen nagen an Rheinfeldens Knochen

Der EHC Wettingen-Baden gewinnt das Derby gegen den EHC Rheinfelden mit 6:3. Dies obwohl sich die Reihnfelder viel vorgenommen hatte: Sich für die 9:2 Niederlage des letzten Derbys zu revanchieren gelang nicht.

Melanie Wirz
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Rheinfeldens Michael Gartner (links) versucht Silvan Koch abzuschütteln.
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Bieber nagen an Rheinfeldens Knochen

Rheinfeldens Michael Gartner (links) versucht Silvan Koch abzuschütteln.

Christian Boss

Nach dem letzten 2.-Liga-Derby zwischen dem 2. platzierten Wettingen-Baden und dem EHC Rheinfelden, welches ein deutlicher 9:2-Sieg für die Wettinger war, hatten die Fricktaler noch eine Rechnung zu begleichen. Mit einer positiven Einstellung, etwas Respekt und einer Prise Frechheit wollten sie in die Partie steigen. «Wir wussten, dass es für uns ein harter Kampf werden würde. Wettingen-Baden ist ein starkes Team, trotzdem wollten wir unser Spiel durchziehen», erklärt Martin Borer, der Coach des EHC Rheinfelden.

Wettingen-Baden dominiert

Tabellenmässig war Wettingen-Baden von vorneherein der Favorit. Dieser Rolle wurde es auch gerecht und zeigte dem 6. platzierten Underdog Rheinfelden mit gekonnter Technik und schnellem Spiel, wer der Chef auf dem Eis ist.

Zu Beginn der Partie wirkten die Fricktaler etwas orientierungslos, schlichtweg überfordert. Deshalb war anzunehmen, dass die Gastgeber zur zweiten Spielzeit wacher und effizienter würden.

Doch im Gegenteil: Nur 47 Sekunden nach Wiederanpfiff skorte Stefan Demuth für Wettingen-Baden zum 3:1. Und die beinahe gleiche Szene ereignete sich zu Beginn des letzten Drittels: 36 Sekunden waren gespielt, als sich wiederum Demuth ein Herz fasste und den Puck ins gegnerische Tor lenkte. Was war Rheinfeldens Problem beim Start in jedes Drittel? «Meine Spieler waren schlichtweg nicht wach. Sie wurden von der Schnelligkeit der Gäste überrumpelt», so Borer.

Ein Funke Hoffnung

Für das letzte Drittel wurde keine Veränderung punkto Dominanz im Spiel erwartet. Doch die letzten fünf Minuten waren gezeichnet von Spannung. Innerhalb einer Minute skorten die Rheinfelder zweimal und verkleinerten so den Torerückstand auf 3:5. Ein Ausgleich schien möglich, bis die Beavers durch Sven Furger erneut trafen und somit den Endstand von 6:3 festlegten.

Für die bevorstehenden Playoffs, für die beide Teams qualifiziert sein dürften, sind von beiden Seiten keine bestimmten Ziele gesetzt. «Möglichst konstant gut spielen», definiert der Trainer des EHC Wettingen-Baden, Roger Burkart, das Mannschafts-Motto, «und an unsere Fähigkeiten glauben, denn wir müssen uns nicht verstecken.»