Hallwilerseelauf

Bergläuferin mit Tempo im Flachen – Petra Eggenschwiler als Favoritin am Hallwilerseelauf

Petra Eggenschwiler liebt es, wenn es bergauf geht. Am diesjährigen Hallwilerseelauf hat sie gute Chancen auf die Top-Ränge.

Petra Eggenschwiler liebt es, wenn es bergauf geht. Am diesjährigen Hallwilerseelauf hat sie gute Chancen auf die Top-Ränge.

Neben den afrikanischen Spezialisten werden am Hallwilerseelauf (13. Oktober) auch Läufer der Region Top-Ränge ansteuern, allen voran Petra Eggenschwiler.

Die Form ist da, die Fähigkeiten sowieso, und eine besondere Motivation kommt hinzu. Es spricht vieles dafür, dass Petra Eggenschwiler heute Samstag, 13. Oktober, ein weiteres Glanzrennen zeigt um den Hallwilersee. Die 30-Jährige aus Solothurn aber sagt bescheiden: «Ich, die Favoritin? Ich weiss nicht.»

Erfolgreich wie noch nie ist Petra Eggenschwiler aufgetreten in den vergangenen Wochen. Am Inferno Triathlon von Thun aufs Schilthorn belegte sie Platz zwei hinter der deutschen Spezialistin Lena Berglinger, aber vor der mehrfachen Gigathlon- und Inferno-Gewinnerin Nina Brenn.

Es folgte der Sieg am Powerman Zofingen, verbunden mit dem Duathlon-Langdistanz-Weltmeistertitel. Und letzten Sonntag behauptete sie sich am Murtenlauf mitten unter den besten Langstrecken-Läuferinnen und belegte den ausgezeichneten sechsten Rang – «in einer Sparte, in der ich eigentlich nicht zu Hause bin.»

Zumindest «wellig»

Vom «Laufen in der Ebene» sprach sie – wobei sich die Sichtweise sehr individuell zeigt. Zumindest als «wellig» gilt der älteste Schweizer Volkslauf mit seinen 17,17 km und den gut 400 m Steigung und den mehr als 200 m Gefälle. Für Petra Eggenschwiler zeigte sich das Ungewohnte des Schnelllaufens in der Ebene und hinunter hinterher – mit: «zwei Tagen starkem Muskelkater».

Lieblings-Halbmarathon

Beim Hallwilerseelauf fällt das Abwärtslaufen weg – abgesehen von den ersten drei leicht fallenden Kilometern von Startort Beinwil am See nach Mosen. Im Gegensatz zum Murtenlauf fehlen aber die Aufstiege fast gänzlich. Das also, was Petra Eggenschwiler besonders schätzt, gibt es nicht. «Für mich stellt das kein Problem, die wunderbare Strecke und die Landschaft entschädigen.»

Sie schätzt die trailartigen Wege, die Naturnähe, Schilf, See, Wald. Das Schöne beim Laufen nimmt sie bewusst wahr. «Ich bin nicht mit dem Tunnelblick unterwegs», sagt die Geologin, «der Hallwilerseelauf ist mein Lieblingshalbmarathon.»

«Ich möchte meine letztjährige Zeit toppen»

In sich hinein hören, auf ihr Körpergefühl achten und die Halbmarathon-Distanz von 21,1 km so schnell wie möglich bewältigen, das nimmt sie sich vor: «Ich möchte meine letztjährige Zeit toppen.» 1:19:37 Stunden benötigte sie damals.

Und klar ist für sie auch: Allzu viele Muskelschmerzen sollten nicht resultieren. Bereits eine Woche später startet sie wieder, dann an der Duathlon-Europameisterschaft in Ibiza (Sp).

Kuert gegen die Afrikaner

Namhafterer Konkurrenz aus Afrika sieht sich Fabian Kuert (Langenthal) gegenüber. Der Schweizer Halbmarathon-Meister vom vergangenen Jahr erhält die Möglichkeit zur Revanche vom Murtenlauf. Mohammed Boulama (Mar/3.) und Wodajo Alemayehu (Äth/5.) waren dort vor ihm (6.) klassiert. Gut 50 und 7 Sekunden trennten ihn von den beiden Konkurrenten. Für Kuert kein Problem: «2018 ist mein bestes Jahr und ich möchte meine Form auch am Hallwilerseelauf ausspielen.»

Unter den in der Schweiz lebenden Afrikanern ragen weitere bekannte Namen heraus: Mekonen Tefera (Bern), Kadi Nesero (Aarau) oder Estefanus Hailemichael (Zürich).

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