Challenge League

Bereitet er den Absprung vor: Aarau-Abwehrtalent Raoul Giger wird jetzt von früherem Nati-Star beraten

FCA-Rechtsverteidiger Raoul Giger radelt täglich von seinem Wohnort Gränichen ins FCA-Training im Brügglifeld.Colin Frei

FCA-Rechtsverteidiger Raoul Giger radelt täglich von seinem Wohnort Gränichen ins FCA-Training im Brügglifeld.Colin Frei

Es ist klar, dass für Spieler mit dem Ehrgeiz und dem Talent eines Raoul Giger der FC Aarau nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten soll: Der 22-jährige Gränicher, der seit knapp zwei Jahren Stammspieler als rechter Verteidiger ist, träumt von höheren Aufgaben.

Raoul Giger (liks) im Zweikampf mit Vaduz-Spieler Denis Simani.

Raoul Giger (liks) im Zweikampf mit Vaduz-Spieler Denis Simani.

Nun kommt raus: Giger hat sich der Beraterfirme SBE Management angeschlossen. Die wurde nach ihrem Karriereende von den bekannten Schweizer Fussballzwillingen Philipp und David Degen gegründet, die für Dortmund, Liverpool, Basel, Stuttgart (Philipp) bzw. Basel, Gladbach und YB (David)spielten, beide liefen zudem mehrere Jahre für die Schweizer Nationalmannschaft auf.

David ist vor einigen Wochen gemäss eigener Aussage aus der Firma ausgestiegen, nachdem er sich 10 Prozent der Aktienanteile des FC Basel sicherte. Dies, um Interessenskonflikte zu verhindern.

Zu Degens Klienten gehören der Aarauer Loris Benito, der nach zwei Meistertiteln mit YB nun für Girondins Bordeaux spielt. Oder Nati-Junggoalie Gregor Kobel (Stuttgart), Ex-FCZ-Stürmer Raphael Dwamena (Saragossa) oder FCZ-Abwehrspieler Kevin Rüegg. Und neuerdings also auch Aarau-Profi Raoul Giger. 

Philipp Degen (rechts) und David Degen als Spieler des FC Basel

Philipp Degen (rechts) und David Degen als Spieler des FC Basel

Der Hintergrund ist offensichtlich: Warum wechseln Fussballer den Berater? Die Zusammenarbeit soll einen lukrativen Transfer von Raoul Giger in die Super League oder ins Ausland beschleunigen.

Raoul Giger hat für die FCA-Profis bislang 75 Spiele bestritten und einen bis 2021 gültigen Vertrag. Wird dieser nicht verlängert, könnte der FCA im kommenden Winter oder im Sommer 2020 das letzte Mal mit dem Eigengewächs Geld verdienen.

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