Leichtathletik
Bereit für die grosse Hürde: Tobias Furer stimmt sich auf die EM ein

Dem Hürdenläufer Tobias Furer kommt die Schweizer Meisterschaft am Wochenende in Frauenfeld bestens entgegen. Der aktuelle Schweizer Meister aus Abtwil sieht den Wettkampf nämlich als optimalen Formtest für die EM in Zürich Mitte August.

Jan Arnet
Merken
Drucken
Teilen
Schöne Erinnerungen an 2013: Tobias Furer läuft in Luzern über 110 Meter Hürden zu seinem dritten Schweizer-Meister-Titel.

Schöne Erinnerungen an 2013: Tobias Furer läuft in Luzern über 110 Meter Hürden zu seinem dritten Schweizer-Meister-Titel.

KEYSTONE

Auf das Jahreshighlight, die EM im August in Zürich, bereitet sich der Hürdenläufer Tobias Furer, der amtierende Schweizer Meister über 110 Meter Hürden, seit Saisonbeginn vor. «Die Vorbereitung und das Training sind voll auf die Europameisterschaft ausgerichtet. Den Wettkampf in Frauenfeld sehe ich als kleine Etappe dieses Wegs.»

EM noch in «weiter Ferne»

Die Schweizer Meisterschaften, die an diesem Wochenende in Frauenfeld ausgetragen werden, verlieren deshalb für den Abtwiler aber nicht an Wichtigkeit. «Der Fokus liegt momentan nur auf den SM, die Europameisterschaft liegt gefühlt noch in weiter Ferne, da noch einige Trainingseinheiten auf dem Programm stehen», stellt der 27-jährige klar. «Mein Ziel ist es, den Meistertitel zu verteidigen. Zudem sehe ich den Wettkampf auch als Hauptprobe, da die EM vom Ablauf her unter den gleichen Bedingungen stattfinden wird.»

Noch nicht ganz zufrieden

Bereits dreimal lief Tobias Furer in dieser Saison eine Zeit unter der EM-Limite von 13,90 Sekunden. Vor drei Wochen unterbot der Abtwiler gar seine persönliche Bestleistung auf 13,85 Sekunden und meint selbstbewusst: «Ich bin physisch in der Form meines Lebens». Furer weiss jedoch, dass er seine technische Bestleistung noch nicht auf die Bahn bringen konnte. «Auch bei meinem besten Lauf fiel die eine oder andere Hürde um. Das bringt mich jeweils aus dem Rhythmus und ich verliere an Tempo. Ich weiss daher, dass ich noch Potenzial für eine schnellere Zeit habe. Zufrieden bin ich nur, wenn ich einen sauberen Lauf zeigen kann.» Einen solchen Lauf braucht der Aargauer, um auch dieses Jahr an den SM vom obersten Podestplatz grüssen zu können.

Bereits dreifacher Meister

Der dreifache Schweizer Meister (2009, 2010, 2013) will mit einem Sieg zusätzlich Selbstvertrauen tanken. Furer weiss, wo seine Stärken liegen. «Ich laufe seit einiger Zeit mit einer guten Konstanz, die auch verschiedenste Wetterbedingungen nicht stoppen konnten. Ob bei kalten Temperaturen, bei Gegenwind oder nasser Bahn – es gehört zu meinen Stärken, dass ich mich überall gut zurecht finde. Aus dieser Konstanz heraus ist es möglich, dass am Tag X alles zusammen passt und ich den perfekten Lauf auf die Bahn legen kann. Das ist das Ziel, auf das ich hinarbeite.»

Irgendwo im Hinterkopf des Aargauers schwirrt wohl auch schon Rio 2016 herum. An eine Olympia-Teilnahme denkt Furer aber noch nicht. «Ich lebe in der Gegenwart. Olympia ist noch sehr weit weg. Ich konzentriere mich voll auf die nächste Aufgabe– und die heisst Schweizer Meisterschaft 2014.»