Sportförderung
Beitrag an olympische Träume

Die Unterstützung des Aargauer Leistungssports durch den Swisslos-Sportfonds ermöglicht Karrieren. Unter anderem diejenigen von Judoka Ciril Grossklaus und Kunstturner Christian Baumann.

Rainer Sommerhalder
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Keystone
Judoka Ciril Grossklaus und Kunstturner Christian Baumann sind zwei Aushängeschilder des Aargauer Sports mit berechtigten Olympia-Ambitionen.

Judoka Ciril Grossklaus und Kunstturner Christian Baumann sind zwei Aushängeschilder des Aargauer Sports mit berechtigten Olympia-Ambitionen.

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Ein Teil der Aargauer Swisslos-Sportfonds-Gelder fliesst in die Förderung des Leistungssports. «Ohne diese Unterstützung wäre meine Karriere nie so verlaufen», sagt Judoka Ciril Grossklaus. Der 24-Jährige kämpft derzeit um die Qualifikation für die Olympischen Spiele im nächsten Sommer. Grossklaus ist auf bestem Weg, es als einer von wenigen Aargauern nach Rio zu schaffen. Auch dank des vielfältigen Supports durch die kantonale Sportförderung mit dem Swisslos-Sportfonds.

Nur ein verschwindend kleiner Teil der Schweizer Topathleten ist finanziell auf Rosen gebettet. Die allermeisten Spitzensportler verzichten auch finanziell auf vieles, um den olympischen Traum zu leben. So auch Ciril Grossklaus: «Ich lebe mit ziemlich knappem Portemonnaie», sagt der Hottwiler, der sich dank den Fördergeldern und Gönnerbeiträgen seit Oktober erstmals ein eigenes Zimmer ausserhalb des Elternhauses leisten kann – notabene zwei Velominuten vom nationalen Judo-Leistungssportzentrum in Brugg entfernt.

Sport und Ausbildung kombiniert

Ciril Grossklaus hat von den verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten im Leistungssport profitiert. Erstmals in der 9. Klasse, als das Gesuch des Judotalents um individuelle Entlastung im Schulunterricht vom Kanton abgesegnet wurde und er zugunsten des Trainings am Montagmorgen schulfrei erhielt. Später absolvierte Ciril Grossklaus die KV-Lehre in einem leistungssportfreundlichen Lehrbetrieb. Dabei konnte er als ergänzende Massnahme auch von sportmedizinischen Untersuchungen profitieren. Dies war für ihn sehr wertvoll, kommt in der Kampfsportart Judo doch schon die eine oder andere Blessur auf einen Athleten zu.

Heute erhält Grossklaus einen jährlichen Förderbeitrag, der an die persönliche Unterstützung durch die Sporthilfe gekoppelt ist. Diese Beiträge verdient sich der Hoffnungsträger im Schweizer Judosport dadurch, dass er Inhaber einer Swiss-Olympic-Bronze-Card ist, also bereits internationale Wettkampferfolge aufweist.
Dazu wird Grossklaus in seinem Sportumfeld mit weiteren Fördermassnahmen des Aargaus konfrontiert. Er trainiert täglich im nationalen Leistungszentrum in Brugg, das für die Entschädigung der Trainer und eines Athletenbetreuers ebenfalls finanzielle Unterstützung erhält. «Die Nähe dieses Stützpunktes bringt mir sehr viel. Hier kann ich von einer perfekten Infrastruktur, der Arbeit der besten Trainer und den Trainings mit den besten Gegnern profitieren.»

Als Mitglied des Judoclubs Brugg hatte Grossklaus auch Anteil daran, dass der Verein zuletzt neunmal in Serie die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft gewann und für diesen Titel jeweils einen Erfolgsbeitrag erhielt. Den investiert der Judoclub wieder in die Förderung von Talenten. «Auch ich habe von diesen Beiträgen an Trainingslager und Wettkämpfe im Ausland profitiert», sagt Grossklaus.

Auch Baumann hat Rio im Visier

Wie Grossklaus ist auch Kunstturner Christian Baumann auf bestem Weg nach Rio. Mit der Olympiateilnahme können sich die beiden jungen Aargauer Ausnahmeathleten eine finanzielle Anerkennung des Swisslos-Sportfonds sichern. 2000 Franken erhalten Aargauer Olympioniken. Sollte Vize-Europameister Baumann sogar Olympiasieger werden, gäbe es 12 000 Franken Erfolgsprämie. Ein kleiner Anteil an einen riesigen Aufwand, aber ein entscheidender Beitrag zur Realisierung eines olympischen Traums.

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