«Der sportliche Erfolg ist beste Werbung für einen Besuch in der Schachenhalle», sagt Lukas Wernli. Der Geschäftsführer des HSC Suhr Aarau freut sich mit gutem Grund auf das Heimspiel gegen Pfadi Winterthur von heute Abend (Anpfiff: 20.15 Uhr).

Sein Verein reitet derzeit auf einer fast schon unglaublichen Erfolgswelle. Drei Spiele hat der Aargauer NLA-Klub in der Finalrunde bisher absolviert und jedes gewonnen. Die Kadetten Schaffhausen, Wacker Thun und St. Otmar St. Gallen fielen dem Erfolgshunger des HSC zum Opfer und die dadurch gewonnen Punkte spülten die Mannschaft innert 14 Tagen vom sechsten auf den dritten Platz in der Tabelle.

1000 bis 1400 Zuschauer erwartet

Die Ausgangslage vor dem zweiten Finalrunden-Auftritt zu Hause ist vielversprechend (siehe Box unten), dementsprechend gross sind die Erwartungen beim Verein: 1000 bis 1400 Zuschauer werden heute Abend erwartet.

Kein Problem sieht HSC-Geschäftsführer Wernli darin, dass die Partie live auf dem TV-Sender «MySports» übertragen wird: «Das Erlebnis vor dem TV kann das Live-Erlebnis in der Halle mit unserer Stimmung nicht ersetzen.» Kommt hinzu, dass die Sport-Konkurrenz heute Abend überschaubar ist: Weder bestreitet der FC Aarau eine Partie, noch ist Champions League angesagt.

Nach Handball-Camp die meisten Zuschauer

Das grösste Zuschaueraufkommen der bisherigen acht Heimspiele der laufenden Saison generierte ausgerechnet der letzte Vergleich mit Pfadi Winterthur. 1227 Zuschauerinnen und Zuschauer haben die Hauptrunde-Partie zwischen den Kontrahenten von heute Abend live in der Halle verfolgt.

Nicht weiter verwunderlich, bildete doch der 28:23-Heimsieg Mitte Oktober den Abschluss des Handball-Camps – traditionellerweise sind die teilnehmenden Kinder und ihre Eltern jeweils für die Partie am Abend eingeladen.

Erfreuliche Entwicklung

Insgesamt entwickeln sich die Zuschauerzahlen beim HSC Suhr Aarau sehr erfreulich. Seit dem Aufstieg in die NLA im Frühling 2016 steigt der Zuschauerschnitt kontinuierlich.

Aktuell liegt er bei 978 Zuschauern und damit knapp unter den angepeilten 1000 Zuschauern pro Partie. Allerdings: Die attraktivsten Heimspiele dürften noch anstehen und den Schnitt damit bis Ende Saison noch etwas anheben.

Potenzial beschränkt auf Agglomeration Aarau

Endlos wachsen kann diese Zahl aber nicht mehr: Das Potenzial des HSC sei – von der Maximal-Kapazität der Schachenhalle von 1500 bis 1800 Zuschauer einmal abgesehen – insofern begrenzt, als dass der Kanton Aargau speziell funktioniere.

«Es beschränkt sich auf die Agglomeration Aarau», sagt Wernli und illustriert den Sachverhalt an einem einfachen Beispiel: «Spielt der FC Luzern um den Meistertitel, strömt der ganze Kanton ins Stadion. Würden hingegen wir um den Meistertitel spielen, kämen noch nicht einmal die Endinger in die Halle.»

Aber so weit ist es noch nicht. Erst einmal muss sich jetzt zeigen, welche Kulisse dem HSC gegen Pfadi vergönnt ist.