Einigen Spielern waren die intensiven Übungseinheiten der vergangenen Tage deutlich anzusehen. Es mangelte an der nötigen Spritzigkeit und der letzten Entschlossenheit. Letztere blitzte gegen Lugano zweimal auf, als nach Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte jeweils ein Zuspiel genügte, um die beiden Treffer von Christopher Teichmann und Daniel Gygax vorzubereiten.

Dazwischen zeigte sich Aarau nicht immer stilsicher. Beim ersten Gegentor erhielt Torschütze Da Silva nur zaghaften Begleitschutz; später patzte Aarau-Keeper Joël Mall, als er sich das Leder von Sylla abluchsen liess – und so die zwischenzeitliche Führung der Tessiner ermöglichte.

Das Matchfazit von Aarau-Trainer Sven Christ fiel entsprechend zweigeteilt aus: «In der ersten Hälfte waren klare Fortschritte zu erkennen.» Nach dem Seitenwechsel – und sieben Änderungen in der Aufstellung – fanden seine Schützlinge nur noch schwerlich ins Spiel. «Die Distanzen haben nicht mehr gepasst. Oftmals haben wir viel zu langsam agiert», so Christ, der die bisherige Sieglosigkeit in der Vorbereitung nicht überbewerten wollte. Er habe immer kommuniziert, dass die Resultate anfänglich zweitrangig seien. «Diese Testphase ist nun abgeschlossen», sagt Christ. Zwei Wochen vor dem Meisterschaftsstart sind noch einige Fragen offen; vor allem in der Defensive ist bislang noch keine stabile Grundformation herausgestochen.

Insgesamt zeigte sich Christ mit dem Vorbereitungscamp in Losone zufrieden. «Es war eine gute Woche. Wir haben intensiv gearbeitet.» Als einziger Testspieler durfte sich Kristian Nushi im Tessin empfehlen. Der FC Aarau hat ihm einen leistungsbezogenen Vertrag für die kommende Saison angeboten. Zudem wird weiterhin nach einem treffsicheren Stürmer gesucht.