Wummernde Bässe dringen aus einem tragbaren Lautsprecher. Im Sand klatschen sich die Spielerinnen nach erfolgreichen Ballwechseln ab. Daneben duellieren sich braun gebrannte junge Männer barfuss beim Fussballspiel, andere bräunen sich unter der Sommersonne – eigentlich ein Sonntag wie jeder andere im Terassenbad Baden. Und doch: Die Beachvolleyballerinnen spielen nicht einfach zum Plausch, sondern kämpfen in den Kategorien B1 und B2 um Punkte in der AEW Beach Trophy – die Männer waren bereits am Samstag an der Reihe.

Diese Turniere sind eine unkomplizierte Sache. Als Turnierbüro dient ein Festbank-Tisch unter einem einfachen Sonnenzelt. Der Turnierfortschritt wird mit Kugelschreiber auf einem A3-Ausdruck festgehalten. Schiedsrichter braucht es auf dem Feld keine, die Spielerinnen einigen sich in strittigen Situationen selber.

«Das gehörte von Beginn weg zu unserem Konzept», sagt Markus Graber, Leiter der Geschäftsstelle Beachvolleyball von Swiss Volley Region Aargau. In seiner Funktion ist er für die Organisation der AEW Beach Trophy und damit auch für das Turnier von diesem Wochenende im Terassenbad Baden zuständig. Aber auch wenn der Aufwand vor Ort nicht übermässig gross ist, so braucht es im Hintergrund eine tadellose Planung der Events.

Vieles läuft im Hintergrund

Grabers Aufwand im Hintergrund entspricht einem Pensum zwischen 40 und 50 Prozent. An den Turnieren selber ist er nicht immer persönlich vor Ort. «Das wäre gar nicht möglich, weil manchmal mehrere Turniere gleichzeitig stattfinden.» So wie an diesem Wochenende, mit den AEW-Beach-Trophy-Turnieren in Baden, Widen und Niederlenz. Vor Ort steht jeweils der gastgebende Klub als Organisator in der Verantwortung.

130 Turniere umfasst die AEW Beach Trophy im laufenden Jahr. Über 1000 Anmeldungen sind beim Verband eingegangen. «Unsere Turniere sind sehr gut ausgelastet. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Trend zunehmend», sagt Graber. Die Mehrzahl der Anmeldungen geht auf das Konto von Spielerinnen und Spielern aus der Region Aargau. Es sind aber doch auch einige Auswärtige mit dabei – beispielsweise Claudia Hasler und Petra Schifferle aus Liechtenstein. Die Anreise hat sich für die beiden Ausländerinnen gelohnt: In der höchsten regionalen Kategorie B1 werden Hasler und Schifferle erst im Final von den beiden Zürcherinnen Laura Breuss und Laura Mählmann gestoppt.

Graber: «Niveau ist gestiegen»

«Dieses Jahr scheinen wir es gut getroffen zu haben», so Graber. Für die Ausgabe der AEW Beach Trophy 2014 setzt man eher auf kleinere Turnier-Tableaus. Und das kommt ganz offensichtlich gut an. Graber erkennt aber zusätzlich auch positive Effekte auf den regionalen Beachvolleyballsport durch die Erfolge des Unterlunkhofers Jan Gabathuler, der zusammen mit Mirco Gerson das derzeit beste Duo bei den Schweizer Beachvolleyballern bildet. «Das sorgt bei uns auch wieder für Nachwuchs.»

Rund zwei Drittel der AEW Beach Trophy sind inzwischen absolviert. Graber zieht eine positive Zwischenbilanz: «Das Niveau ist in allen Kategorien gestiegen. Das ist sehr erfreulich.» Nun gehen die regionalen Beachvolleyballer in ihre vierwöchige Sommerpause.

Ab dem Wochenende vom 8. August stehen die nächsten Turniere an und dann geht es in der Szene Schlag auf Schlag. Bereits Ende August werden die Aargauermeister in den verschiedenen Kategorien am Finalturnier der AEW Beach Trophy in Aarburg ermittelt und eine Woche später stehen die Schweizermeisterschaften in Zürich auf dem Programm.

Die Ranglisten der Turniere vom Wochenende und auch den aktuellen Zwischenstand im Ranking der AEW Beach Trophy finden Sie auf der Website von Swiss Volley Region Aargau.