Was an diesem gut besuchten Mittwochabendspiel alles möglich gewesen wäre, zeigten die ersten Minuten: Städtli 1 agierte in der heimischen Aue konzentriert, fokussiert, wie aus einem Guss. Hinten wie vorne mitreissend. Begeisternd. Bis zur ersten Zeitstrafe des Spiels in der 5. Minute.

Diese zwei Minuten in Unterzahl brachten Städtli 1 unerklärlicherweise derart aus dem Tritt, dass ab dann einriss, was Baden schliesslich den völlig in Reichweite liegenden Sieg kostete: Ungenauigkeiten im Passspiel, Ungeduld im Abschluss – und schieres Unvermögen, den verflixten Ball vom Penaltypunkt zu versenken. Zwei von fünf. Genug gesagt.

Ganz anders die Basler: sieben Siebenmeter, sieben Tore. Wohl das offensichtlichste Beispiel dafür, was für die Gastgeber an diesem Abend den Unterschied zwischen «Kopf-an-Kopf-Rennen» und «ständig am Hinterherhecheln» ausmachte.

Misslungener Start in die zweite Hälfte

Gründlich misslungen dann der Start in die zweite Halbzeit. Städtli agierte wie gelähmt und liess Basel von 13:15 auf 13:18 davonziehen, bis nach endlosen fast vier Minuten endlich der erlösende erste Treffer gelang. Erlösend, aber nicht befreiend. Städtli fand nie mehr zum bestechenden Kollektiv der Auftaktminuten zurück, wollte manchmal zu viel, erreichte häufig zu wenig und musste schliesslich gegen einen ebenfalls mässig stilsicher auftretenden RTV Basel eine etwas zu hohe Niederlage einstecken.

An der Qualität im Badener Kader lag’s ganz offensichtlich nicht. Was da phasenweise gezeigt wurde, war zum Zungenschnalzen. Aber manchmal eben auch zum Haareraufen. Höchste Zeit, die Fehlerquote drastisch zu senken und endlich Leistung auf konstant hohem Niveau abzurufen.