Nationalliga B
Basketball: Badens Männer jubeln – die Frauen hadern mit dem Schicksal

Dank eines überragenden Schlussviertels siegten die Badener mit 67:54 gegen den BC Boncourt U23. Die Badenerinnen unterlagen derweil Winterthur 55:58.

Fabiano Biland und Angela Kopp
Merken
Drucken
Teilen
Badens Andreas Arampatzis (Nr .14) und Co. verteidigen stark.

Badens Andreas Arampatzis (Nr .14) und Co. verteidigen stark.

Franz Schefer

Der BC Boncourt U23 war zu Gast in der Kantonsschule Baden. Die Jurassier hatten in den letzten Wochen einige schlechte Resultate zu verbuchen gehabt, trotzdem galten sie gegen Baden als Favorit, da sie das Hinspiel klar gewonnen hatten.

Damals mussten die Badener zwar auf einige Spieler verzichten, doch die Probleme waren dieselben wie in den anderen Spielen. Bisher gelang es in dieser Saison zu wenig, die einfachen Korbversuche zu verwerten und man brachte sich viel zu selten in eine gute Abschlussposition. Gefragt waren daher bisher vor allem Geduld und Arbeit an den einfachen Dingen.

Starke Verteidigung

Die Badener starteten äusserst konzentriert in das Spiel. Die Intensität in der Defensive war so hoch wie noch nie in dieser Saison. Es war zu spüren, dass das Team endlich den ersten Sieg nach Hause holen wollte.

Die Verteidigung liess im ersten Viertel nur elf Punkte zu, allerdings haderte man gleichzeitig in der Offensive und konnte nur acht Zähler verbuchen. Trotzdem blieb die Stimmung gut, die Aargauer merkten, dass sie den Gegner stoppen konnten, denn die Jurassier konnten ihre Stärken nicht ausspielen und kamen nur selten zu guten Würfen.

Der Weg zum Erfolg würde über die Offensive führen und für die Badener galt, die Überlegenheit unter dem Korb auszunutzen. Zu wenige Bälle endeten in den Händen der grossen Spieler. Dies änderte sich im zweiten Viertel und Baden fing endlich an zu punkten.

Durch die starke Verteidigung kam man zu einfachen Punkten und das gab dem Team Selbstvertrauen. Nachdem das Heimteam zwischenzeitlich mit acht Punkten in Führung lag, führten einige unglückliche Aktionen zum Halbzeitstand von 29:29.

Überragendes Schlussviertel

Die zweite Hälfte war hart umkämpft. Die Badener zeigten nach wie vor, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Zwar war Baden das aktivere Team, doch die Nervosität führte dazu, dass die Gäste am Ende des dritten Viertels entgegen dem Spielverlauft mit drei Punkten in Führung lagen.

Im letzten Abschnitt wurde der Aufwand der Badener aber doch noch belohnt. Die Aargauer entschieden dieses Viertel mit 25:9 für sich und wollten dem Gegner auch kurz vor Schluss bei einem Vorsprung von 13 Punkten keinen Ball schenken.

So hiess es am Ende 67:54 zugunsten der Gastgeber, die damit ihren ersten Saisonsieg feiern konnten. Der Knopf ist an diesem Tag zum ersten Mal aufgegangen und die Spieler gewannen das Vertrauen in ihre harte Arbeit zurück. Jetzt wollen die Badener auch gegen die künftigen Gegner mit starken Leistungen überzeugen.

Frauen verpassen Sieg ganz knapp

Die Partie in Winterthur war die erste Spiel für die Aargauerinnen nach einem Monat unfreiwilliger Meisterschaftspause aufgrund einer Spielverschiebung und einem ungünstigen Spielplan.

Das und die Tatsache, dass man sowohl das Hinspiel als auch das Cupspiel gegen die Winterthurerinnen mit 20 Punkten Differenz verloren hatte, waren nicht gerade optimale Vorzeichen für Baden.

Hinzu kam, dass die Gäste nach wie vor mit einem sehr schmalen Kader agieren müssen. Trotzdem waren die Badenerinnen motiviert und wussten, dass mit viel Kampf und Einsatz alles drin lag.

Es waren allerdings die Gasteberinnen, welche den besseren Start ins Spiel erwischten. Dank einiger Offensivrebounds kamen sie schnell zu einfachen Punkten. Ehe die Winterthurer Führung allerdings zu gross wurde, kamen auch die Badenerinnen besser ins Spiel und blieben an den Gegnerinnen dran.

Das Spiel war geprägt von viel Härte und Körpereinsatz und einer soliden Verteidigungsleistung auf beiden Seiten. Nachdem das zweite Viertel unentschieden endete, lagen die Badenerinnen wegen des verschlafenen Startes zur Pause mit 27:33 im Rückstand.

Starke Verteidigungsleistung

Im dritten Viertel überzeugten die Gäste mit einem Starken Auftritt in der Defensive. Es gelang ihnen die Räume eng zu machen und den Winterthurerinnen in diesem Abschnitt nur gerade drei Punkte zuzugestehen. So hatten die Badenerinnen das Spiel bis zum letzten Viertel gedreht und lagen nun mit fünf Punkten in Führung.

Auch der letzte Spielabschnitt war ein Kampf auf Augenhöhe der beiden Teams, am Ende waren es jedoch die Winterthurerinnen, welche noch ein letztes bisschen mehr Reserve auspacken konnten.

Sie nutzten einige Schwachstellen in der Badener Verteidigung entscheidend aus, worauf die Aargauerinnen im Anschluss nicht mehr reagieren konnten. So musste sich Baden am Ende hauchdünn mit 55:58 geschlagen geben.

Steigerung erkennbar

Zwar war die Niederlage aufgrund des knappen Ergebnisses besonders bitter für die Aargauerinnen, doch angesichts der deutliche Steigerung im Vergleich zu den vorherigen Begegnungen mit diesem Team, dürfen sie durchaus zufrieden sein.

Daraus gilt es nun Motivation und Selbstvertrauen mitzunehmen für das strenge Programm vor Weihnachten, das bereits am Donnerstag mit dem Derby gegen den BC Alte Kanti Aarau weitergeht.