Pferderennen
Barbara Aebischer stürmt mit Podium Rib im Trab-Höhepunkt auf Rang zwei

Bei idealem Rennwetter sorgten gegen 10 000 Zuschauer für eine prächtige Kulisse auf der Aarauer Schachen-Rennbahn. Das Hauptereignis, der mit 12000 Franken dotierte Mai-Preis, präsentierte sich relativ offen.

Willi Bär
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Preis der Aarauer Gewerbetreibende: Sieger Rebus mit Marcel Humbert vorne.
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Pferderennen: Erster Renntag im Aarauer Schachen
Preis der Aarauer Gewerbetreibende: Sieger Rebus mit Marcel Humbert (rechts).
Das Feld auf der Verfolgung, angeführt von Quenor Prior (Nr. 10, Mitte) mit Philippe Besson.
Flachrennen 2600 m Handicap 3: Zieleinlauf beim Preis Aarauer Open Air Kino.
Preis der Aarauer Gewerbetreibende: Der drittplatzierte Sniper de Chenu (Nr. 11) mit Pauline Davet beim Zieleinlauf.
Preis der Aarauer Gewerbetreibende: Sieger Rebus (rechts, Nr. 9) mit Marcel Humbert.

Preis der Aarauer Gewerbetreibende: Sieger Rebus mit Marcel Humbert vorne.

Alexander Wagner

Favorisiert wurde Meister Padolin, doch einige andere Pferde waren ebenfalls stark gewettet. Zu ihnen gehörte Rebus, ein von Trainer Marcel Humbert gefahrener siebenjähriger Wallach des Stalles Allegra.

Rebus, mit einem Stockmass von 1,58 Meter der Kleinste im Feld, nutzte seinen Startvorteil von 25 Meter gegenüber den Arrivierten und übernahm sogleich die Führung. Aus dem hinteren Band waren Styx und Quel Instant am flinksten auf den Beinen und bezogen die Plätze hinter dem Spitzenreiter. Kurz darauf tauchte auch Favorit Padolin in der Spitzengruppe auf.

Start-Ziel-Sieg von Rebus

In den folgenden anderthalb Runden blieb die Reihenfolge nahezu unverändert. Zu Beginn der Zielgeraden versuchten die Gegner Leader Rebus zwar anzugreifen, doch dieser beschleunigte noch einmal und trabte einem überlegenen Sieg entgegen.

Fünf Längen hinter dem Sieger sah Aussenseiter Sniper de Chenu wie der kommende Zweite aus. Doch plötzlich kam ganz aussen Podium du Rib aus dem Nichts angeflogen und schnappte sich kurz vor dem Zielpfosten den Ehrenplatz. Der Partner von Barbara Aebischer hatte den Start verpatzt und lange an letzter Stelle gelegen.

«Das ist der Hammer, was für ein Pferd» rief ein euphorisierter Markus Monstein nach dem Rennen. Monstein ist gleichzeitig Manager des Stalles Allegra, Mitbesitzer und grösster Fan des siebenjährigen Wallachs, der aus Skandinavien stammt, wo er auch den grössten Teil seiner Karriere absolviert hat.

«Trainer Marcel Humbert, normalerweise ein sehr zurückhaltender Prognostiker, äusserte sich vor dem Rennen ungewohnt optimistisch, so dass ich voller Zuversicht nach Aarau kam. Das Rennen von heute war die Hauptprobe für die Meisterschaft der Traber, in der wir im Herbst wieder voll angreifen wollen.»

Emotionaler Sieg für Barbara Aebischer

Nach dem zweiten Platz mit Podium du Rib kam es für Barbara Aebischer im Stuten-Cup noch besser. Im Sulky von Bella Vita gewann sie völlig überraschend den Stuten-Cup (2425 Meter/10 000 Franken). Ein besonders emotionaler Sieg, denn das Rennen war Barbara Aebischers Vater, dem vor einigem Jahren verstorbenen Erhard Schneider gewidmet. Die erst vierjährige Bella Vita hatte lange geführt, wurde dann im Schlussbogen von Racing Fox überholt. Doch die Aebischer-Stute liess nicht locker, kämpfte sich auf der Zielgeraden wieder heran und vorbei.

Die Galopprennen wurden von zwei Trainern dominiert. Andreas Schärer konnte in der Jagdprüfung einen Dreifacherfolg und im Hürdenrennen einen Doppelsieg feiern. Die beiden Sieger der Flachrennen, Strade Kirk und White Rules, werden beide vom Urdorfer Champion Miro Weiss trainiert.

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