Fussball
Badens Traumstart fehlt Vollendung

Ein umstrittener Penalty in der 87. Minute kostet den FC Baden zwei Punkte. Der Aargauer Erstligist und der SC Cham trennen sich 2:2.

Beat Hager
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Mit viel Spannung wurde das Spitzenspiel zwischen Baden und Cham erwartet. Und die 500 Zuschauer im Stadion Esp kamen bei optimalen äusseren Bedingungen von Beginn weg auf ihre Kosten. Zielstrebig und mit viel Selbstvertrauen stiegen die Einheimischen in die Partie. In der 10. Minute profitierte der Badener Topskorer Danijel Kovacevic von einem groben Abstimmungsfehler in der Chamer Hintermannschaft und brachte seine Farben mit einem platzierten Schuss schon früh in Front.

Badens Traumstart

Baden vermochte zuzusetzen. Nur drei Minuten später lancierte Panagiotis Papastergios mit einem Querpass George Weah jr. und der Neuzuzug liess mit seinem Schuss unter die Latte Cham-Keeper Philipp Bowald beim 2:0 keine Abwehrchance. Der FC Baden liess in der Folge den Ball geschickt laufen und agierte spielbestimmend.

Keller trifft gegen Ex-Kollegen

In der 29. Minute brachte der Ex-Badener Michael Keller die Zuger ins Spiel zurück, als er mit einem Schlenzer aus spitzem Winkel den Anschlusstreffer realisierte. Baden verpasste es, noch vor der Pause die Führung auszubauen, als innert kürzester Zeit Danijel Dzodan, Alessandro Renna und Kovacevic aus aussichtsreichster Position den dritten Badener Treffer vergaben.

Zur Pause brachte Cham-Trainer Sven Christ Thiago Ribeiro ins Spiel. Der Brasilianer war mit seinen kreativen Ideen die erhoffte Verstärkung für die Zuger. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich in der zweiten Halbzeit und so blieben Torszenen ab der 46. Minute weitgehend aus.

Fragwürdige Schiedsrichter-Leistung

Baden schien den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten, als eine Szene in der 87. Minute für viel Gesprächsstoff sorgte. Nach einem weiten Ball von Mike Winiger stoppte Baden-Keeper Cyril Schneider den heranstürmenden Srdjan Aksic. Der Schiedsrichter zeigte zum Entsetzen der Badener auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Penalty verwandelte Dominic Schilling sicher zum 2:2-Endstand.

«Die ersten 25 Minuten boten wir eine Fussball-Lektion, doch die fehlende Cleverness verhinderte eine 4:1-Pausenführung», sagte Baden-Trainer Domenico Sinardo. «Die Schiedsrichter-Leistung war sehr fragwürdig. Da wurden meine Spieler gleich mehrmals regelwidrig und ungestraft von den Beinen geholt, während Herr Baeriswyl auf der Gegenseite sofort auf Penalty entschied», wetterte der Badener Coach gegen den Ref.