Immerhin ein Erfolgserlebnis blieb den Badenern am Sonntagnachmittag in der Partie gegen Birsfelden: Sie setzten durch Patrick Kondic und seinem Zwei-Punkte-Wurf den Schlusspunkt. So recht freuen konnten sie sich darüber aber nicht. Zu gross war der spielerische Unterschied zu Birsfelden, das in der Tabelle auf Platz 2 steht, zu hoch die Fehlwurfquote. Von Beginn weg liefen die Aargauer einem Rückstand hinterher. Bis zum 5:6 vermochten sie dank eines sehenswerten Drei-Punkte-Wurfs von Lionel Romayako noch mitzuhalten. Danach ging im ersten Abschnitt nichts mehr. Baden leistete sich viele Zuspielfehler und Fehlwürfe und verlor das Startviertel mit 5:21. Das zweite Viertel konnte Baden zwar ausgeglichener gestalten, verlor es jedoch ebenfalls mit 20:26 Punkten. Der Rückstand wuchs damit weiter an.

Nach der Pause gelang den Aargauern mehr. Der dritte Abschnitt war der einzige der Partie, den sie für sich entscheiden konnten – mit 27:24. Aber der Abstand war bereits zu gross, als dass sie Birsfelden nochmals ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten. Im letzten Abschnitt zogen die Basler auf und davon und profitierten dabei auch von schweren Aussetzern der Badener. So konnte Birsfeldens starker Philipp Meyer gleich mehrmals den Ball stibitzen, zum Sololauf ansetzen und für seine Mannschaft punkten.

Zu wenig in der Zone des Gegners

Am Ende hatte Baden gar noch Glück, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausgefallen war. «Wir hatten schon in den letzten beiden Spielen Mühe», bekannte Simon Rimann, der Teamverantwortliche. «Klar ist Birsfelden eine gute Mannschaft, aber wir hatten uns mehr vorgenommen und hätten besser spielen müssen. Unser Ziel war ein Sieg.» Man sei zu wenig in die Zone reingegangen. «Das haben wir erst am Schluss umgesetzt.»

Nicht nur auf, sondern auch neben dem Parkett läuft nicht alles rund für Baden. Vor kurzem ist Alen Dukic als Trainer von Alstom Baden zurückgetreten. «Das ist nicht gerade vorteilhaft», wie es Rimann formulierte. «Wir hätten gern mit Dukic weitergemacht.» So aber stand Kevin Wernli im Spiel gegen Birsfelden als Trainer an der Seitenlinie, da er momentan verletzt ist. Ein Nachfolger für Dukic ist noch nicht gefunden.

Die Play-off-Qualifikation als Ziel

Rimann ist jedoch zuversichtlich, dass er und seine Mannschaft den Tritt wieder finden. «Momentan schmerz die Niederlage, aber wir kommen da schnell wieder raus», glaubt er und blickt voraus: «Wir haben noch zwei Spiele, um uns definitiv für die Playoffs zu qualifizieren.» Baden muss noch gegen Rapid Bienne Basket, das Baden den Play-off-Platz theoretisch noch streitig machen könnte, und den Tabellenführer Lugano Tigers U23 antreten. Eine gute Gelegenheit für den Tabellenfünften, den Wunsch von Rimann und seinen Kollegen umzusetzen: «Wir wollen mit jedem Match wachsen und gute Leistungen zeigen.»