Handball

Baden verliert denkwürdigen Cup-Kracher gegen Lakers Stäfa

Die Lakers Stäfa gewinnen gegen den STV Baden 33:31 (14:13) n.V.

Die Lakers Stäfa gewinnen gegen den STV Baden 33:31 (14:13) n.V.

Städtli 1 kann den Schweizer Cup nach der ersten Runde bereits ad acta legen: In Stäfa erlebten die Anwesenden 70 Minuten lang alles, was ein Handballspiel so spannend macht – und mehr!

Lassen wir zuerst den Speaker der Lakers zu Worte kommen: «Das war ein sensationelles Handballspiel, da war alles dabei, was den Handball so spannend und gut macht! Als Beispiel sollen die leider wenigen Zuschauer (100) erwähnt werden, die aber so mitgegangen sind, dass man meinen konnte, die Halle sei voll!»
Diese Aussage fasst das Spiel so gut zusammen, dass man eigentlich Freude haben sollte und auf die weiteren Aufgaben blicken – aber halt – da ist schon noch einiges aufzuarbeiten!

Zwei-Tore-Vorsprung in der Verlängerung

Nach 64 Minuten und 50 Sekunden (also zehn Sekunden vor dem Seitenwechsel in der Verlängerung) schoss Philipp Seitle sein 13. Tor zum Zwei-Tore-Vorsprung des STV Baden (29:31). Dieses Resultat hatte auch noch in der einminütigen Halbzeitpause Bestand!
Zwei Tore im Vorsprung und den Vorteil des Balles beim Anspiel zu den letzten fünf Minuten! Nehmen wir es vorweg: Das 31. Tor war das letzte der Badener an diesem Abend, denn in den letzten fünf Minuten wurde drei Mal beim Abschluss nicht getroffen, und drei Mal beging man technische Fehler. Aus, vorbei, mit zwei Toren Unterschied verloren, denn die Seebuben skorten in diesen denkwürdigen fünf Minuten noch vier Mal!

Revanche in der Meisterschaft?

Ein absolutes Wechselbad der Gefühle; eine Niederlage, die eigentlich niemand verdient hätte! Schade, aber bereits in zwei Wochen haben die Stadtturner die Möglichkeit, an gleicher Stätte zwei Punkte für die Meisterschaft zu entführen...
Zum Verlauf des Spieles: Stäfa hatte das ganze Spiel hindurch nie mehr Vorsprung als drei Tore (mehrmals). In der 47. Minute dann das erste Mal Gleichstand, nach 51 Minuten aber wieder Dreitorevorsprung Stäfa (26:23) – eine Sekunde vor Schluss Seitle zum 27:27 Gleichstand – Verlängerung – Ausgang bekannt!

Ein Ende der Verwirrung um neue Regeln

Ein paar Worte müssen an dieser Stelle unbedingt über die neuen Regeln des Internationalen Handball Verbandes verloren werden, denn an diesem Spiel kam alles zum Tragen:
  • Stäfa spielte ohne Torhüter und hatte keinen Spieler mit einem Überzieher markiert. Sie verlieren im Angriff durch einen technischen Fehler den Ball, ein Badener Spieler spielt den Freistoss direkt aufs Tor – Kun (Ungare) blockt zwei Meter vor ihm den Ball ab: Resultat: Zwei Minuten für den Spieler vom Zürichsee und Penalty für die Badener! (Anmerkung: Oft spielen nun Teams mit sieben Feldspielern, ohne dass ein Spieler als Torhüter gekennzeichnet ist!)
  • Nächste Regel: Ein Badener Spieler wird unsanft in der Luft angegangen und die Schiris entscheiden, dass die Physiofrau das Spielfeld betreten muss (Strafe, wenn sie nicht aufs Spielfeld geht!), um ihn zu pflegen! Anschliessend darf der «verletzte» Spieler drei Angriffe lang nicht mehr eingewechselt werden, der Schiritisch entscheidet, wann er wieder eingreifen darf!
  • Zum Schluss eine heitere Episode aus der Rubrik «Fragen von der  Bank an die Offiziellen»: Bekommt man in der Verlängerung eine neue Möglichkeit, ein Timeout zu nehmen, denn im Tennis ist es ja auch so, dass im Tiebreak eine neue «Hawk Eye»-Möglichkeit abgegeben wird…? Diese Möglichkeit ist im Handball anscheinend nicht vorgesehen!

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