Es lief die 92. Minute im Stadion Esp in Baden. Nach einem 0:1-Pausenrückstand verwandelte Guiseppe Rapisarda einen Penalty zum 3:2-Sieg für den FC Baden. Ein Erfolg in letzter Sekunde gegen den Kantonsrivalen FC Muri. Das war am 13. September vergangenen Jahres. Heute wollen die Freiämter Revanche für die Last-Minute Niederlage nehmen. «Wir brennen auf das Derby. Es ist ein spezielles Spiel für uns, weil viele Spieler eine Vergangenheit beim FC Baden haben», sagt Muri-Trainer Beat Hubeli.

Zuletzt setzte es zwei Meisterschaftspleiten in Folge für seine Mannschaft ab. «Meine Spieler haben gemerkt, dass es ohne 100-prozentiges Engagement in der 1. Liga nichts zu holen gibt», sagt er und ergänzt: «In den letzten Partien schlichen sich immer wieder individuelle Fehler ein, die uns einfach nicht passieren dürfen.» Trotz den zuletzt enttäuschenden Auftritten sind die Murianer noch im Aufstiegsrennen. Lediglich sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den zweiten Platz, der für die Aufstiegsspiele berechtigt.

«Der Aufstieg ist ein Traum und im Fussball können Träume in Erfüllung gehen», sagt Hubeli vielversprechend. Dem Trainer-Fuchs ist aber bewusst, dass gegen den Aufstiegskonkurrenten FC Baden ein Sieg nötig ist. «Verlieren wir das Spiel, haben wir im Kampf um den Aufstieg nichts zu suchen. Aber wenn wir als Einheit auf dem Platz stehen und unsere Chancen effizient ausnutzen, ist ein Sieg möglich.»

Nur das Derby zählt

Beim FC Baden lief in der Rückrunde einiges schief. Im Jahr 2015 konnte der FCB noch keinen einzigen Sieg feiern. Mit dem neuen Trainer Thomas Jent erreichten die Badener immerhin ein Unentschieden nach zuletzt vier Pflichtspielniederlagen in Folge. «Ich konnte den Spielern über Ostern meine Ideen übermitteln. Das wichtigste war aber, dass die Spieler wieder Freude am Fussballspielen haben», sagt Jent.

Warum es dem Aufstiegsaspiranten in der Rückrunde nicht gut lief, kann der neue Trainer auch nicht erklären. «Die Vergangenheit zählt nicht mehr, wir richten unsere Blicke nach vorne.» Und die Zukunft heisst Derby. Da braucht der FC Baden unbedingt drei Punkte um im Aufstiegsrennen zu bleiben.

«Das Spiel gegen Muri geniesst zurzeit höchste Priorität. Wir wollen im Derby den Turnaround schaffen», sagt Jent angriffslustig. Dieser ist auch notwendig, weil sein Team in der Tabelle mittlerweile bis auf den vierten Platz durchgereicht wurde. Die Zukunft von Trainer Jent ist offen. Er hat einen Vertrag bis Ende Saison erhalten. «Ich denke nicht, was am Ende der Saison sein könnte. Es zählt nur das Derby.»