Landhockey
B-Junioren von Rotweiss Wettingen machen Titel-Hattrick komplett

Die erfolgreiche Titelverteidigung der Frauen von Rotweiss durfte fast schon erwartet werden. Dass jedoch auch die junge Männermannschaft den Titel auf die Bernau holt, ist eine grosse Überraschung. Und für Trainer Thomas Dauner der perfekte Abschied.

Alexander Wagner
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Beni Messerli (Wettingen) erzielt per kurze Ecke das 2:1 für Rotweiss Wettingen
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Rotweiss Wettingen jubelt nach dem Tor von Beni Messerli (unten)
Rotweiss Wettingen feiert den Schweizer Meistertitel auf dem Feld der Saison 2011/2012
Landhockeyander von Rotweiss Wettingen holen sich den Schweizer Meistertitel
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Rotweiss Wettingens scheidender Trainer Thomas Dauner wird meisterlich geduscht.

Beni Messerli (Wettingen) erzielt per kurze Ecke das 2:1 für Rotweiss Wettingen

Alexander Wagner

Denn die B-Junioren machten den Titel-Hattrick komplett.

Bereits die Finalqualifikation war für die junge Mannschaft von Rotweiss Wettingen ein grosser Erfolg. Zwar sind die Aargauer Rekordmeister und fast jede Saison ein Titelkandidat, doch nach einem Umbruch, der die Mannschaft nochmals verjüngte, sprach man bei den Verantwortlichen vorsichtig von der Halbfinalqualifikation. Als es den Aargauern jedoch gelang, die Regular Season auf dem ersten Platz abzuschliessen und man sich im Halbfinal gegen Olten durchsetzen konnte, wurde der Erfolgshunger noch grösser. «Da haben wir langsam an die grosse Chance geglaubt», meinte Trainer Thomas Dauner. Im Hinspiel in Genf erarbeitete sich die Mannschaft um Captain Andreas Benz und Figo Keller, den Turm in der Abwehr, mit einen 2:2-Unentschieden eine gute Ausgangslage.

Optimaler Start dank Marco Michel

Als dann der junge Marco Michel, der eine hervorragende Partie zeigte, bereits nach vier Minuten eine kurze Ecke zur frühen Führung der Wettinger verwerten konnte, war die Tür zum Titel weit offen. Doch der Weg dahin war noch sehr weit, denn Servette agierte äusserst aggressiv und stieg teilweise überhart bis unfair in die Zweikämpfe ein. Die zahlreich mitgereisten Schlachtenbummler heizten die giftige Atmosphäre weiter auf.

Zwar wurde mit Michael Keller ein weiterer routinierter Spieler reaktiviert, welcher der Mannschaft wieder Impulse gegen konnte. Weitere herausragende Akteure waren die beiden unermüdlichen Kämpfer Nicolas Steffen und Benz. «Sie waren unglaublich fokussiert und haben viel zum Titel beigetragen», analysierte Dauner. Doch am Ende sorgten auch die jungen Spieler wie Michel für viele starke Momente und Beni Messerli war es schliesslich, der eine kurze Ecke zum 2:1-Erfolg der Wettinger verwerten konnte. «Ich habe mich für die jungen Spieler sehr gefreut», meinte Dauner, während er über das ganze Gesicht grinste.

Für ihn war es der perfekte Abschied: Nicht nur, dass er mit den Frauen und den Männern den Titel gewann, als Krönung errang er auch noch mit den Junioren B den Meistertitel. Diesen perfekten Abschied konnte der deutsche Erfolgstrainer mit seinen Mannschaften gebührend feiern.