AZ-Goldlauf
Limmatlauf: Heimsiege mit besonderen Hintergründen

Nikita Kostyuchenko und Arlette Meier-Hunger schrieben am Badener Limmatlauf die Siegergeschichten – besondere und ortsbezogene.

Jörg Greb
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Impressionen vom Badener Limmatlauf
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Impressionen vom Badener Limmatlauf
Impressionen vom Badener Limmatlauf
Impressionen vom Badener Limmatlauf: Siegerin Arlette Hunger (vorne)
Impressionen vom Badener Limmatlauf: Die zweitplatzierte Barbara Schaer (vorne, Nr. 1104).
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Impressionen vom Badener Limmatlauf
Impressionen vom Badener Limmatlauf: Scott Baerlocher, der Ruderer und Aargauer Sportler des Jahres läuft auch mit.
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Impressionen vom Badener Limmatlauf: Sieger Nikita Kostyuchenko.
Impressionen vom Badener Limmatlauf
Die Feuerwehr lief in Vollmontur mit. Hier in der Halde in Baden.
Impressionen vom Badener Limmatlauf
Impressionen vom Badener Limmatlauf: Siegerin Arlette Hunger (Mitte) in einem Pulk von Männern.

Impressionen vom Badener Limmatlauf

Alexander Wagner / FOTO Wagner
Die beiden Sieger des Limmatlaufs: Arlette Hunger (r.) und Nikita Kostyuchenko.

Die beiden Sieger des Limmatlaufs: Arlette Hunger (r.) und Nikita Kostyuchenko.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Als Marathon-Tröster genutzt hat den Limmatlauf der Tagessieger Nikita Kostyuchenko. Der 29-Jàhrige vom LC Zürich hatte den Wien Marathon 14 Tage zuvor angesteuert und vorbereitet. Doch er scheiterte bitter. Der Grund: Muskelkrämpfe. Statt der angestrebten Zeit von weniger als 2:30-Stunden erreichte er 2:46 Stunden. Nun machte sich der Spontanentscheid zum Limmatlauf bezahlt.

Von «einer mega Motivationsspritze» spricht der Risiko-Manager bei einer Versicherung mit den russischen Wurzeln. Und für ihn handelte es sich auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. «Ich besuchte in Baden das Gymnasium. Und: Der Limmatlauf war für mich so etwas wie ein läuferischer Wegbegleiter.» Die Schülerläufe bestritt er, den Holzbrugglauf. Sein erster Triumph am Limmatlauf fiel klar aus. 1:25 Minuten trennten Kostyuchenko vom zweitplatzierten Andreas Probst (Remingen).

Comeback-Freuden

Gar einen noch engeren Bezug zum Traditionslauf bringt Frauensiegerin Arlette Meier-Hunger mit. Sie war schon als Kind regelmässig dabei gewesen. Auch als sie zuerst in der LV Wettingen-Baden, später im LC Regensdorf intensiv auf den Sport zu setzen begann. «Der Holzbrugglauf stellte Anfang Saison immer wieder einen hervorragenden Tempotest dar», sagt sie. Nun hatte für die zweifache Schweizer Steeple-Meisterin und mehrfache Staffel- und Team-Meisterin der Limmatlauf einen anderen Stellenwert.

Seit 2015 orientiert sich Arlette Meier-Hunger an der Marathon-Distanz. Und nun bestritt sie ihren ersten Wettkampf seit acht Monaten. Eine Fussoperation hatte sie zu Kürzertreten gezwungen, respektive zum Alternativtraining. «Ich hatte keine Ahnung, was drinliegt», sagte sie. Und – was vielen anderen ebenso passierte – Arlette Meier-Hunger startete auf der Aue-Leichtathletik-Piste «viel zu schnell». Die so erarbeitete Führung vermochte sie aber trotz Seitenstechens souverän zu verteidigen. Nach 54:34 Minuten hatte sie das Ziel erreicht – mit einem Vorsprung von 1:35-Minuten auf die zweitplatzierte Barbara Schaer (Uster).

Trotz kleineren Teilnehmerfeldern und weniger Prominenz im Feld zog OK-Präsident Thomas Kunz erfreut Bilanz:

«Wir erlebten einen Superanlass mit vielen strahlenden Gesichtern und einem Konzept, das sich voll bewährt hat.»

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