Kaufmann sprach nach der Partie, die ab der direkten roten Karte gegen Rückkehrer Ronnie Vilstrup nach 35 Minuten unnötig hektisch wurde und bis zuletzt blieb, «von einem verschenkten, aber auch einem letztlich verdienten Punktgewinn». Dabei weckte er sein Team mit dem frühen Wechsel von Mihailo Radovanovic zu Martin Pramuk im Tor sowie der wenig später einberufenen, ersten Auszeit erst einmal auf. 

1:3 und 3:5 lag sein Team da zurück, ehe die Partie drehte. Via 5:5 warf Topscorer und Regisseur Tim Aufdenblatten sein Team zur ersten Führung in der 16. Spielminute (8:7). Bis zur Halbzeit kombinierten und beeindruckten die Adler danach gemeinsam weiter und stellten eine leidenschaftliche Abwehr, die die Berner vor grosse Probleme stellte. 

Die Highlights der Partie:

Playoff Highlights :  BSV Bern gegen HSC Suhr Aarau 28.02.2017

Auch nach dem Wiederanpfiff blieb der HSC Suhr Aarau die schlicht bessere Mannschaft, vermochte in allen Mannschaftsteilen zu überzeugen und liess sich vorerst auch nicht von der durch einige Schiedsrichter-Entscheidungen (darunter die harte rote Karte gegen Ronnie Vilstrup) aufkommenden Hektik, aus der Ruhe bringen. 

Die Führung blieb dank überlegtem, variablem und effizienten Offensivspiel komfortabel (20:16, 44.), ehe Unterzahlen das Team bremsten und die Hausherren gleichzeitig aufbauten. Angeführt von Topscorer Baumgartner und Regisseur Szymanski sowie dem immer besser werdenden Rückhalt Dragan Marjanac, schafften die Berner den 21:20-Anschluss, brachten so die Halle zum Kochen und die Gäste für einen entscheidenden Moment zum überlegen. 

Flüchtigkeitsfehler führten zum 22:22-Ausgleich, wonach sich der Aufsteiger jedoch fing und erneut vorzulegen vermochte, bis die Berner die Partie mit ihrem ersten Führungstreffer nach vierzig Minuten zum 24:23 vermeintlich entscheidend zu drehen vermochten. Es spricht aber für die Moral des HSC Suhr Aarau, dass er die in dieser Phase erlittenen Nackenschläge gemeinsam wegstecken und mit dem sieben Sekunden vor dem Ende verwandelten Siebenmeter, einen verdienten Punktgewinn einfahren konnte – der Erste der Finalrunde 2016/17 und damit «ein extrem wertvoller», so Cheftrainer Kaufmann.