Was war es für ein Auf und Ab vor der Sommerpause. Eine schwierige Zeit, durch die sich die FC Aarau Frauen kämpfen mussten. Sie waren beinahe allen Gegnern unterlegen, machten kaum Tore und kassierten dafür einige. Sie hatten kaum Erfolgserlebnisse und zum bitteren Saisonende kam auch noch der Abstieg in die NLB dazu. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

Das Team wurde mit zwei neuen Trainern verstärkt, nachdem Andreas Zürcher seinen Rücktritt bekanntgegeben hat. Ausserdem stiessen viele junge Spielerinnen zur ersten Mannschaft, um starke Abgänge zu kompensieren. Nun fängt wieder alles von vorne an. Aber es soll besser laufen wie einst in der NLA.

«Die Freude am Fussball weitergeben»

Das neue Trainerduo bilden Charles Grütter und Tanja Herrmann. Grütter hat selber bei den Herren in der NLB gespielt und sich währenddessen zum Trainer ausgebildet, Herrmann war Cheftrainerin bei den FC Zürich Frauen U17. Die zwei neuen Fachkräfte an der Seitenlinie der Aarauerinnen sollen dazu beitragen, die FCA-Frauen wieder vorne mitspielen zu lassen.

Mit neuen Trainern kommt auch eine neue Mentalität. Es soll wieder darum gehen, das Einfache am Fussball wieder zu finden. Die Leidenschaft aufrecht zu erhalten. Als Team Eins zu sein und auf dem Platz zu überzeugen. «Ich möchte den Spielerinnen einfach die Freude am Fussball weitergeben. Wer aber nicht motiviert ist, jede Minute zu beissen, der muss nicht zu mir kommen», sagt Grütter vor dem Spiel am Samstag.

Gegen jeden Gegner bestehen

«Wir sind jetzt in der Nati B. Wenn ich mir die Rangliste anschaue, dann sehe ich, dass wir gegen jedes Team gewinnen können. Wir können aber auch genauso gut gegen jedes Team verlieren», sagt Grütter. «Ich möchte jeder Spielerin die gleichen Werte mit auf den Platz geben. Respekt, Vertrauen und Demut. So können wir gemeinsam bestehen. »

Nun kommt also am Samstag das Duell gegen Femina Kickers Worb. Nun sollen die neuen, jungen Spielerinnen die Punkte nach Aarau holen. «Als Saisonziel haben wir uns das Mittelfeld der Tabelle gesteckt.  Landen wir höher, kämpfen wir natürlich mit. Aber erstmal wollen wir am Samstag unser Spiel spielen.»