Es ist die ewig gleiche Geschichte in dieser Saison. Die FC Aarau Frauen spielen gut mit, verlassen das Feld am Ende jedoch als Verliererinnen. Auch im Heimspiel gegen die Grasshoppers war dies nicht anders – 2:4 verlieren die Aarauerinnen.

Dabei haben sie eine gute Partie gezeigt – wohl eine der Besten in diesem Jahr. Das sieht auch FCA-Trainer Andreas Zürcher so und erklärt zugleich, warum es am Ende doch wieder nicht gereicht hat: „Wir waren heute die bessere Mannschaft, doch wir haben eindeutig zu viele Tore kassiert. Jedes Mal wenn wir ein Tor erzielt haben, erhielten wir gleich wieder eines.“

Nach einem 0:2-Rückstand konnten die Aarauerinnen noch vor der Pause verkürzen. Captain Stephanie Erne traf in der 38. Minute mit einem herrlichen Weitschuss zum 1:2. Bis zur Halbzeitpause machte das Heimteam danach noch einmal richtig Druck, allerdings, ohne etwas ein weiteres Tor zu erzielen. Aber es lag noch alles drin für die zweite Halbzeit.

Nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse im Aarauer Schachen. Zuerst unterlief FCA-Torhüterin Jil Schneider eine Flanke von GC-Spielerin Sara Krisztin, mit insgesamt drei Toren die Frau des Spiels, der Ball landete zum 1:3 im Aarauer Tor. Nur Sekunden später knallte Alessandra Abbühl den Ball in die gegnerischen Maschen und verkürzte damit erneut. Wieder schien alles offen.

Doch leider, einmal mehr in dieser Saison, hielt die Defensive nicht Stand. Nach 61 Minuten kassierten die FCA-Frauen den vierten Gegentreffer des Abends, es war der eine zu viel. Obschon die Aarauerinnen bis zum bitteren Ende alles gaben, es sollte ihnen nichts Zählbares mehr gelingen. „Die Mannschaft hat heute gekämpft bis zum Schluss, da kann ich niemandem einem Vorwurf machen“, zeigte sich Andreas Zürcher zumindest in dieser Hinsicht zufrieden mit der Partie.

Videointerview mit Alessandra Abbühl nach FC Aarau Frauen - GC

Das sagt FCA-Spielerin Alessandra Abbühl zum 2:4 gegen GC.

Was allerdings länger haften bleibt, sind die defensiven Mängel, die auch in dieser Partie nicht zu übersehen waren. „Wir kassieren schlicht zu viele Tore, so ist es sehr schwierig, Spiele zu gewinnen“, konstatierte Zürcher und fuhr fort, „wir müssen ehrlicherweise zugestehen, dass wir defensiv teilweise zu wenig Qualität für diese Liga haben.“

Mit dieser Niederlage verpassten es die Aarauerinnen, den Rückstand auf Yverdon zu verkürzen. Zwar verloren auch die Waadtländerinnen am Samstag (2:4 gegen den FC Zürich), doch der Rückstand der FCA-Frauen beträgt weiterhin sieben Punkte.

Damit ist auch klar, soll es doch noch klappen mit dem Ligaerhalt, braucht Aarau in den letzten drei Spielen drei Siege, gleichzeitig dürfte Yverdon maximal einen Punkt holen – eine schier unlösbare Aufgabe. Der direkte Wiederabstieg in die NLB ist kaum mehr zu verhindern.

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