Argovia Stars

Auf der Suche nach der Sensation: Argovia Stars starten als Underdog in die Playoffs

Wie weit geht die Reise für die Argovia Stars in den kommenden Playoffs?

Wie weit geht die Reise für die Argovia Stars in den kommenden Playoffs?

Die Argovia Stars starten am Dienstag auswärts beim favorisierten EHC Wetzikon in die Playoffs der 1. Liga Gruppe Ost. Gegen den Zweitplatzierten mussten die Stars in der Saison bereits zweimal als Verlierer vom Eis. Doch Headcoach Roger Gerber hat eine Vorstellung davon, wie sich sein Team einen Vorteil verschaffen kann.

Es war die Sensation der vergangenen NHL-Saison: Im April 2019 warfen die Columbus Blue Jackets in der ersten Runde den haushohen Favoriten Tampa Bay Lightning aus den Playoffs. Roger Gerber, der Headcoach der Argovia Stars, verfolgte die Serie mit Begeisterung. Zehn Monate später träumt er davon, mit seiner Mannschaft ein ähnliches Wunder zu vollbringen.

Gerber startet am Dienstag mit seiner Mannschaft in den Viertelfinal der Playoffs. Die Qualifikation erarbeiteten sich die Stars über die Qualimasterround mit fünf Siegen in Serie. Ähnlich wie die Blue Jackets, die im letzten Frühling dank des Wild-Card-Platzes die Playoffs erreichten. Und auch der Vergleich mit dem Gegner stimmt. Tampa Bay Lightning war das Team der Stunde, gleiches trifft in der Ostgruppe der 1. Liga auf den EHC Wetzikon zu, der zuletzt alle fünf Partien der Masterround gewinnen konnte.

Das Team von Roger Gerber konnte zuletzt viel Selbstvertrauen tanken.

Das Team von Roger Gerber konnte zuletzt viel Selbstvertrauen tanken.

«Haben gezeigt, was mit diesem Team möglich ist»

«Wir gehen als grosser Underdog in diese Serie. Wetzikon hat einen unglaublichen Lauf, die sind schwierig zu stoppen», betont Gerber. Der Trainer weiss aber auch: «Mein Team ist heiss auf diese Partie, wir haben viel Selbstvertrauen aus den letzten sechs Siegen in Serie getankt.»

Unter den letzten Erfolgen der Stars ist auch ein Sieg gegen Liga-Primus EHC Frauenfeld, bei dem das Team von Roger Gerber einen 0:4-Rückstand drehen konnte. «Das war ein wegweisender Sieg, auch wenn Frauenfeld wohl etwas lockerer an die Sache ranging. Endlich haben wir gezeigt, was möglich ist mit dieser Mannschaft.»

Trotzdem, der 51-jährige Trainer will auf dem Boden der Tatsachen bleiben. In der Regular Season gingen beide Partien gegen Wetzikon verloren. «Das wird richtig schwierig, ich gehe jetzt nicht in die Garderobe und sage zum Team, dass wir den Gegner vom Eis fegen werden.»

Mit dem Momentum über sich hinauswachsen

In einer Best-of-five-Serie ist das erste Spiel eminent wichtig. Gelingt den Argovia Stars heute in Wetzikon eine Überraschung, könnten sie mit dem Momentum im Rücken über sich hinauswachsen. «Für uns wird ganz entscheidend sein, dass wir unsere Kräfte ausgeglichen forcieren und so lange wie möglich im Spiel bleiben, um im richtigen Moment zuzuschlagen.»

Der Schlüsselspieler der Argovia Stars ist zweifellos der ehemalige NLB-Crack Pascal Wittwer. «Unser Topskorer sorgt für Unruhe vor dem gegnerischen Tor, zudem verschafft er seinen Mitspielern mehr Platz, indem er immer zwei bis drei Gegner auf sich zieht.» Natürlich weiss Gerber auch, dass er seinem besten Mann nicht plötzlich doppelt so viel Eiszeit geben kann. Wittwer sei ein Spieler, der seine Pausen im Spiel brauche, um sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Der Trainer erwartet 300 bis 400 Zuschauer

Die Vorfreude auf die Playoffs ist riesig bei den Argovia Stars. Der Trainer erhofft sich grossen Aufmarsch beim Heimspiel am kommenden Donnerstag. «Ich erwarte zwischen 300 und 400 Zuschauer in der Keba.» Der Coach setzt die Messlatte bewusst hoch an; er weiss, dass die Keba zum Hexenkessel werden muss, damit sein Team einen Vorteil hat. «Ein viertes Spiel zu erkämpfen, ist unser primäres Ziel. Wenn wir das geschafft haben, könnten wir mit einem Sieg vor heimischer Kulisse das fünfte Spiel in Wetzikon erzwingen. Das wäre dann aber schon eher ein Wunschszenario von mir.»

Wenn es zur Belle komme, sei der Druck ungleich verteilt, es entstehe ein mentaler Vorteil für die Stars. Dies nicht zuletzt, weil Wetzikon angemeldet habe, dass das Team in die MySports League aufsteigen wolle, führt der Trainer der Stars weiter aus. Das Weiterkommen ruft Roger Gerber jedoch nicht zum Ziel aus. Er will die Lage von Spiel zu Spiel neu beurteilen. Der Headcoach weiss, dass Sensationen wie jene der Blue Jackets nur zu Stande kommen, wenn alle Faktoren zusammenpassen.

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