Die Ausgangslage für das Spiel im Fürstentum könnte nicht klarer sein. Da wären auf der einen Seite die Gastgeber, die erwartet stark in die Saison gestartet sind, und mit dem jüngsten 1:1 in Locarno just vor dem Wohlen-Spiel einen Schuss vor den Bug erhalten haben.

Auf der anderen Seite die Freiämter, die wie ein angeschlagener Boxer von einer Seite des Rings zur nächsten taumeln. Und die letzten drei Meisterschaftsspiele mit dem Gesamtskore von 6:14 verloren haben.

Sesa: «Es gibt keine Goaliefrage»

Die Wohler werden mit demselben Kader antreten wie vor Wochenfrist beim 2:3 gegen Schaffhausen. Und wer wird im Tor stehen? Routinier Benito oder der junge Kiassumbua?

«Das entscheide ich kurzfristig», so FCW-Trainer David Sesa. Aus seiner Sicht gebe es sowieso keine Goaliefrage. «Wir haben in drei Partien 14 Tore kassiert. Da kann es nicht nur am Torhüter liegen.»

Vaduz mit Transfercoup

Ganz anders präsentiert sich die Gemütslage bei Vaduz. Das Team von Trainer Giorgio Contini ist akzeptabel in die Saison gestartet und hat zuletzt mit einem Transfercoup aufhorchen lassen.

Aus Luzern stösst Philipp Muntwiler (26) zum Team. Für St. Gallen und den FC Luzern spielte der defensive Mittelfeldakteur 187-mal in der Super League. Allerdings wird der Neo-Vaduzer morgen noch nicht für seinen neuen Verein spielberechtigt sein. «Wir gehen davon aus, dass es mit der Spielbewilligung zeitlich nicht reicht», so Contini.

Torreiche Angelegenheiten

Auch der Vaduzer Staff wurde aufgestockt. Konditionstrainer Harry Körner (49), früher beim FC Basel und YB, wird bis im Winter die Liechtensteiner für höhere Aufgaben vorbereiten.

Auf die Frage, wie hoch sein Team gegen Wohlen gewinnen wird, antwortet Vaduz-Trainer Contini: «Wissen Sie, genau vor dieser Einstellung habe ich meine Spieler im Training gewarnt. Wir müssen mit Demut an das Spiel ran. Wohlen wird gegen uns kämpfen und endlich wieder punkten wollen.»

Die Höhe des Siegs spiele für ihn keine Rolle, so Contini. Noch ein Schmankerl für Statistiker. Wohlens Spiele in Vaduz sind seit jeher torreiche Angelegenheiten. Von einem 5:0-Sieg (Mai 2011) bis zu einer 0:5-Niederlage (August 2012) ist alles vorhanden.

Am Samstag der Schlussgang – für wen?

Ironie des Schicksals: 30 Minuten nach dem Anpfiff in Vaduz greifen beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf die beiden Bösesten im Schlussgang zusammen.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Vaduz-Spiel nicht zu David Sesas «Schlussgang» beim FCW wird.