Bob

Auch wenn der Bob auf der Seite liegt kann man Erfahrungen sammeln

Rico Peter an den Seilen in voller Fahrt mit Bremser Simon Friedli

Rico Peter an den Seilen in voller Fahrt mit Bremser Simon Friedli

Weil Beat Hefti und Gregor Baumann für den dreiwöchigen Weltcup-Auftakt in Nordamerika aus verletzungsbedingten Gründen passen mussten, nominierte der nationale Verband Swiss Sliding den beiden Aargauer Bobpiloten Martin Galliker und Rico Peter.

«Wir sind mehr als nur Lückenbüsser», betonte Martin Galliker damals vor der Abreise. Inzwischen sind er und Rico Peter bereits wieder nach Europa zurückgekehrt – zwar ohne Auszeichnungen, aber mit wertvollen Erfahrungen im Gepäck. «Es war super, dass wir dabei sein durften. Die drei Wochen waren uns eine grosse Lehre», sagt Rico Peter.

Der 29-jährige Kölliker erlebte heuer seine Übersee-Premiere. Peters Respekt vor den drei anspruchsvollen Eiskanälen in Lake Placid, Park City und Whistler, die zu den schwierigsten der Welt gehören, ist gross. «Das sind drei schwierige Bahnen. Ein kleiner Fehler reicht, und man ist weg vom Fenster.»

Der gelernte Landschaftsgärtner brachte seine Anschieber in den diversen Läufen aber stets ohne grössere Probleme ins Ziel hinunter. Mit einer Ausnahme: In Whistler kam es zu einem Sturz, der glücklicherweise ohne Folgen blieb. «Wir haben uns bloss leichte Blessuren zugezogen», sagt Peter. Der Sturz trübt sein Fazit keineswegs. «Das war das einzige Mal in drei Wochen, da dürfen wir zufrieden sein.»

Galliker zwei Mal gekippt

Auch Martin Galliker bekundete seine liebe Mühe mit der Bobbahn im kanadischen Whistler – gleich zweimal stürzte der Müheler im grossen Schlitten während des Trainings. Eine Hirnerschütterung sollte jedoch die schlimmste Verletzung bleiben. Die Vorfälle unterstreichen, dass beim Aargauer Duo noch viel Steigerungspotenzial vorhanden ist. «Jede neue Bahn bringt uns Erfahrungswerte im Hinblick auf die kommenden Grossanlässe», sagt Rico Peter. Er spricht von den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi – dem grossen Karriereziel – und der Weltmeisterschaft 2013 in St. Moritz. «Ob fahrerisch oder bezüglich Routine, auf diese Weise lernt man schneller und besser hinzu.»

Eigentlich zufrieden

In Anbetracht des Neulandes, das Rico Peter und seine Mannschaft betreten haben, lässt sich die sportlich eher enttäuschende Bilanz etwas lockerer verkraften. Denn ein Exploit ist weder Rico Peter noch Martin Galliker gelungen. Letzterer lieferte mit seinem neunten Rang im Viererbob in Park City die beste Platzierung. Ansonsten reihten sich die beiden Aargauer Piloten regelmässig im letzten Drittel der Top 15 ein. Aber gerade wegen der gesammelten Erfahrung überrascht Rico Peters positives Fazit nicht. «Eigentlich bin ich zufrieden mit unserem Abschneiden», sagt er.

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