Bereits zum 30. Mal vergab die Sporthilfe den Nachwuchs-Preis an ein junges Sporttalent, welches im vergangen Jahr durch internationalen Erfolg glänzte. Das Preisgeld der Stiftung soll dem Gewinner als Starthilfe für seine Spitzensportkarriere dienen. So konnten beispielsweise Lara Gut oder Beat Feuz den Preis schon entgegennehmen.

Nebst fünf Nachwuchsteams, waren zehn Einzelsportler für die bedeutende Auszeichnung nominiert, unter ihnen auch der 17-jährige Oliver Hegi aus Schafisheim. Der Kunstturner wurde 2010 an den Junioren-Europameisterschaften in Birmingham vierfacher Vize-Europameister. «Es ist das Grösste, was ich jemals geschafft habe – ich bin sehr, sehr stolz darauf», sagt Hegi. Bereits seit zehn Jahren trainiert der Aargauer intensiv, «es ist toll durch die Luft zu fliegen.» Auch für dieses Jahr hat er sich grosse Ziele, wie die Teilnahme an der EM der Senioren, gesetzt. Nächstes Jahr will er an die WM und die Olympiade in England. «Die vier Silbermedaillen haben mir ein gutes Gefühl gegeben – es ist motivierend, wenn man weiss, dass man zu den Besten gehört», sagt Hegi.

«Es ist etwas ganz cooles»

Die Nominierung für den Sportpreis erfüllt den Schafisheimer mit Stolz. «Es ist etwas ganz, ganz cooles. Nur wenige erreichen das», erklärt der Aargauer. Hegi konnte an der Preisverleihung nicht dabei sein, weil er für einen U18-Vergleichswettkampf nach Frankreich gereist war. Stellvertretend waren seine Eltern anwesend, die die Nominierung als grosse Ehre bezeichneten. «Wir bewundern seinen Ehrgeiz», sagt seine Mutter.

Der Preis ging schliesslich an den Skifahrer Reto Schmidiger, welcher an der Junioren-WM Gold im Slalom holte. Bei den Frauen gewann die Skicrosserin Fanny Smith und das Schweizer Ruderteam wurde zum Nachwuchsteam 2010 gekürt. Hegi wird wohl auch ohne Auszeichnung noch hoch hinaus fliegen.