Am Ende konzentrierte sich alles auf die letzte Partie. Argovias Andrew Dabeka und Solothurns Michael Lahnsteiner lieferten sich ein derart intensives Duell, dass es in der neuen Rackethalle in Balsthal mucksmäuschenstill wurde. Jeder Atemzug der beiden Athleten war hörbar. Und obwohl sich ein Kanadier und ein Österreicher gegenüberstanden, war das Spiel beste Werbung für den Schweizer Badminton-Sport.

Alle Männer-Einzel gewonnen

Mit dem 21:18 im entscheidenden Satz sicherte Dabeka dem Team Aargovia ein 4:4 beim letztjährigen Halbfinalisten. Alle Dreisätzer, deren drei an der Zahl, entschieden die Aargauer für sich. Und erstmals in dieser Saison konnte Argovia alle drei Männer-Einzel gewinnen. Der vierte Sieg resultierte aus dem Männer-Doppel. «Eigentlich budgetierten wir nur einen Punkt», freute sich Dabeka. Doch am Ende gabs für das Unentschieden, wie im Badminton üblich, deren zwei.

Dabeka stammt aus Ottawa und erfüllt beim Team Argovia als Teamcaptain, Coach und Spieler gleich mehrere Funktionen. Für ihn ist Badminton ein «Fulltime-Job». Dabeka arbeitet auch für die Schweizer Nati. Dass er Lahnsteiner, die aktuelle Nummer 78 der Welt, bezwingen konnte, freute Dabeka besonders. Denn der 32-Jährige aus Ottawa ist im Gegensatz zum Österreicher nicht mehr aktiv auf der Profi-Tour unterwegs. «Eigentlich bin ich ja pensioniert, deshalb tut ein solcher Sieg besonders gut», sagt Dabeka, der immerhin mal die Nummer 30 der Welt war.

Eine Runde vor Saisonhälfte liegt das Team Argovia mit seinem neuen Trainer auf dem siebten Rang. Der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt komfortable sieben Punkte. «Man gab uns vor der Saison nicht viel Kredit», sagt Dabeka, «aber wir spielen ohne Furcht.» Er glaubt, dass noch viel Potenzial in der Equipe steckt.

Rückkehr nach Kanada?

Wie es für Dabeka nach der Saison weitergeht, ist noch ungewiss. Er wohnt derzeit in Zürich, seine Freundin kommt aus der Schweiz und spielt ebenfalls Badminton. Eigentlich hat er hier schon Wurzeln geschlagen. Auf der anderen Seite spielt er mit dem Gedanken, nach Kanada zurückzukehren, um an der Universität sein Coaching zu verbessern. Wo auch immer es ihn hinzieht, dem Badminton wird Andrew Dabeka weiter die Treue halten, auch als «Pensionär».